APEX RACEWIRE Redaktion
Alonso macht neuen Honda-Motor für Zandvoort-Qualifying verantwortlich
Fernando Alonso klagt nach dem Qualifying am Ende des Grids für das Sprintrennen beim Großen Preis der Niederlande über Motorprobleme und Aussetzer.
Von Nadia van Leeuwen - 2026-08-21T16:40:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Aston Martin erwischte einen schwierigen Auftakt in das Wochenende des Großen Preises der Niederlande, als sowohl Fernando Alonso als auch Teamkollege Lance Stroll in der Auftaktphase des Sprint-Qualifyings in Zandvoort ausschieden. Der zweimalige Weltmeister wird das Sprintrennen nach einer Runde von 1:16,014 Minuten von ganz hinten in Angriff nehmen, während Stroll direkt davor auf dem neunzehnten Platz landete.
Dieses ernüchternde Ergebnis folgt unmittelbar auf einen vielversprechenden Auftritt in Ungarn, wo Aston Martin ein umfangreiches Chassis-Update einführte, mit dem Alonso zum ersten Mal in diesem Jahr den Sprung aus Q1 schaffte. Allerdings brachte der Einsatz einer modifizierten Honda-Kraftquelle in Zandvoort eine Reihe neuer Komplikationen mit sich, die das Tempo des Teams im Hauruck-Format des Qualifyings massiv einbremsten.
Alonso erklärte, dass das freie Training noch relativ problemlos verlief und einen Fortschritt andeutete, das ernsthafte Zeittraining jedoch massive technische Hürden offenbarte. Der Spanier machte insbesondere die Fahrbarkeit des Motors als Hauptursache für seine Probleme auf dem berüchtigten, unbarmherzigen Küstenkurs aus.
Dem Routinier zufolge lieferte das Aggregat beim Anbremsen zu viel Leistung, was ein schiebendes Gefühl erzeugte und es außerordentlich schwierig machte, das Auto konstant zu verzögern. Zu diesen mechanischen Sorgen gesellte sich die Tatsache, dass der Modus für die Geraden versagte, weshalb er seinen Heckflügel in entscheidenden Momenten seiner Runden nicht öffnen konnte.
Die Kombination aus unerwarteter Beschleunigung beim Bremsen und einer blockierten Heckflügelmechanik machte die Runden zu einem Himmelfahrtskommando. Bei einer frühen schnellen Runde wurde ihm dies zum Verhängnis, als er die Vormach blockierte und durch das Kiesbett von Kurve 12 rodelte, sodass er händeringend um eine brauchbare Zeit kämpfen musste.
Trotz des frustrierenden Ausgangs hielt sich Alonso mit einem harten Urteil über die jüngste Hardware seines Motorenpartners zurück. Er wies darauf hin, dass die Antriebseinheit noch ganz am Anfang stehe und unausgereifte Steuerungssysteme besitze, die umfangreiche Kalibrierungen erfordern.
Der enge Zeitplan eines Sprintwochenendes verschärfte die Kinderkrankheiten zusätzlich, sodass den Ingenieuren statt der gewohnten drei nur eine einzige freie Trainingsstunde blieb, um das Paket abzustimmen. Aston Martin steht nun vor einer steilen Bergauf-Fahrt, um die Probleme vor dem Start des Sprintrennens zu begreifen und zu beheben.