APEX RACEWIRE Redaktion
Leclerc gibt zu: Ferrari fehlte in Zandvoort die Pace für die Pole
Charles Leclerc bezweifelt, dass Ferrari in Zandvoort um die Pole fahren konnte, und verweist auf Fehler bei den Motormodi nach Startreihe drei.
Von Michael de Vries - 2026-08-23T08:00:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Ferrari sicherte sich die komplette dritte Startreihe für den Großen Preis der Niederlande, doch Charles Leclerc äußerte sich offen über die wahren Grenzen seines Autos im Qualifying. Lando Norris sicherte sich die Poleposition in Zandvoort und verwies das Mercedes-Duo George Russell und Tabellenführer Kimi Antonelli in einer engen Session auf die Plätze. Dahinter fuhr Lewis Hamilton spät eine schnelle Runde und kletterte auf Rang fünf, wodurch er teamintern Leclerc unabsichtlich auf den sechsten Platz verdrängte.
Obwohl das Wochenende im freien Training und im Sprint vielversprechend begonnen hatte, zeigte sich Leclerc überraschend pessimistisch bezüglich Ferraris Chancen ganz an der Spitze. Rückblickend stellte der Monegasse fest, dass die Konkurrenz am Freitag anscheinend noch Leistung liegen ließ, während sich sein eigenes Auto sofort gut anfühlte. Dieser frühe Komfort kaschierte jedoch ein geringeres Entwicklungspotenzial, als sich die Strecke im Laufe des Wochenendes veränderte.
In der Garage der Scuderia wurde es in der entscheidenden Phase am Samstagnachmittag komplizierter. Leclerc verriet, dass Fehler bei den Motormodi zwischen dem zweiten und dritten Qualifying-Abschnitt seinen Rhythmus störten und das Fahrverhalten des Autos veränderten. Zwar werden die Ingenieure diese Fehltritte untersuchen, doch der Fahrer betonte, dass sie das Team nicht um eine echte Chance auf die Pole gebracht hätten.
Selbst ohne diese Ausführungsprobleme blieb Leclerc dabei, dass die reine Pace für die Poleposition gegen McLaren und Mercedes schlicht unerreichbar war. Seine schnellste Runde lag zwar innerhalb von vier Zehnteln von Norris' Bestzeit, doch die grundsätzlichen Eigenschaften des Autos offenbarten bei wenig Sprit und auf einer schnellen Runde weiterhin ihre Grenzen.
Paradoxerweisehellten sich Ferraris Aussichten für das Wochenende auf, sobald der Fokus auf die Longrun-Pace gerichtet wurde. Leclerc verwies auf ein wiederkehrendes Muster, bei dem sich das Auto im Rennen gutmütiger verhält als im Qualifying am Samstag. Er betonte, dass ihm eine starke Rennpace lieber sei als ein fragiler Vorteil auf einer schnellen Runde, auch wenn das Starten von Startreihe drei auf dem engen Kurs in Zandvoort eine taktische Herausforderung darstellt.
Da das Feld hinter Norris, Russell und Antonelli dicht beieinander liegt, verspricht das Rennen am Sonntag einen spannenden strategischen Kampf durch die Dünen von Zandvoort. Ferraris besetzte dritte Startreihe bringt sowohl Hamilton als auch Leclerc in eine gute Ausgangsposition, um von strategischen Fehlern der Spitze zu profitieren, wodurch ihre bekannte Rennstärke zur Hauptwaffe für den Grand Prix wird.