APEX RACEWIRE Redaktion
Antonelli: Bodenschaden kostete 25 Downforce-Punkte in Zandvoort
Kimi Antonelli kompensierte einen teuren Kiesbett-Ausflug und massiven Bodenschaden mit Startplatz fünf für das Zandvoort-Sprintrennen.
Von Michael de Vries - 2026-08-21T16:35:49.000Z - 2 Min. Lesezeit

Kimi Antonelli stand beim Sprint-Qualifying zum Großen Preis der Niederlande vor einer schwierigen Aufholjagd, nachdem ein heftiger Ausflug ins Kiesbett sein Auto beschädigt hatte. Der Tabellenführer startete stark in die erste Phase der Session und war zunächst schneller als Teamkollege George Russell, ehe ein plötzlicher Übersteuermoment seinen Kurs veränderte.
Mit zu viel Eingangstempo in die vorletzte Kurve bei seinem ersten getimten Versuch verlor Antonelli das Heck seines Boliden und rutschte durch das gnadenlose Kiesbett von Zandvoort. Er schaffte es noch aus eigener Kraft in die Boxengasse, wo das Team vor der Fortsetzung der Session sofort die Unterbodenpartie inspizierte.
Die Auswertungen an der Boxenmauer offenbarten das Ausmaß des Problems. Antonelli erklärte, dass der Ausflug Löcher in den Unterboden riss, was laut ersten Team-Messungen zu einem Defizit von fünfundzwanzig Abtriebspunkten führte. Mercedes-Mechaniker versuchten eine Notreparatur, bevor sie ihn wieder auf die Strecke schickten, wenngleich Teamchef Toto Wolff den verbleibenden Nachteil auch nach den Reparaturen auf rund zwanzig Punkte schätzte.
Trotz der beeinträchtigten Aerodynamik kämpfte sich der italienische Pilot durch die Ausscheidungsphasen. Er sicherte sich souverän einen Platz unter den besten Zehn und fuhr schließlich eine Rundenzeit für den fünften Startplatz, nur 0,227 Sekunden hinter Russell, der die Pole-Position für das Sprintrennen am Samstag holte.
Antonelli nahm die Schuld für den Zwischenfall auf sich und verwies gleichzeitig auf die anhaltenden Schwierigkeiten. Er erklärte, das Fahrverhalten in langsamen Kurven sei den restlichen Nachmittag über ein großes Hindernis gewesen, und räumte ein, dass es nach dem Übersteuern einige Zeit dauerte, das Vertrauen hinter dem Steuer wiederaufzubauen.
Der Schaden erzwang für den restlichen Nachmittag einen schmalen Grat, da sich das Team auf Datensammlungen und das Management des beschädigten Unterbodens konzentrieren musste. Wolff wies darauf hin, dass die Abstände an der Spitze hauchdünn bleiben, sodass eine kleine Fehleinschätzung am Kurveneingang sofort Konsequenzen auf den Zeitentabellen hat.
Mit Blick auf das 24 Runden lange Sprintrennen räumte Antonelli ein, dass Fortschritte auf dem engen Kurs von Zandvoort angesichts der engen Abstände zu den Konkurrenten eine harte Nuss werden. Die Truppe plant, das Auto vor dem anschließenden Grand-Prix-Qualifying gründlich zu säubern und die beschädigten Komponenten zu ersetzen.