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Vasseur fordert Respekt nach Hamilton- und Leclerc-Kollision in Mexiko kostet Ferrari den Sieg

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hat Lewis Hamilton und Charles Leclerc nach einer teaminternen Kollision, die einen Doppelsieg kostete, eine strenge Warnung erteilt.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-11-03T15:15:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hat seinen Fahrern nach einem chaotischen Großen Preis von Mexiko, der den italienischen Rennstall um einen sicheren Sieg brachte, eine deutliche Warnung ausgesprochen. Lewis Hamilton war von der Pole-Position gestartet, während sein Teamkollege Charles Leclerc direkt dahinter von Platz drei ins Rennen ging. Nach der Bewältigung der ersten Kurvenkombination auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez hatten die roten Autos die ersten beiden Positionen inne und schienen das Geschehen zu kontrollieren.

Dieser komfortable taktische Vorteil löste sich in Luft auf, als beide Piloten bei einem hart geführten Duell an der Spitze in den Kurven 4 und 5 weit von der Strecke abkamen. Diese unglückliche Sequenz brachte Leclerc eine Zeitstrafe ein und schwächte die Position des Teams im Rennen massiv. Als die Zielflagge geschwungen wurde, rettete Hamilton noch einen zweiten Platz ins Ziel, während Leclerc als Vierter abgewinkt wurde.

Im direkten Anschluss an das Rennen äußerte sich ein sichtlich frustrierter Vasseur bei Sky Sports F1 unmissverständlich zu der vergebenen Chance. Der Teamchef betonte die enorme Arbeit, die im Werk in Maranello geleistet wird, und zeigte sich tief enttäuscht über die unnötige Verschwendung maximaler Punkte. Er unterstrich, dass die Fahrer der Marke, den Sponsoren und den Tausenden von Mitarbeitern, die hinter den Kulissen hart arbeiten, ein grundlegendes Maß an Respekt schulden.

Vasseur wies darauf hin, dass Ferrari dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeiter, die Tag und Nacht arbeiten, zuletzt echte Leistungssteigerungen erzielt und erfolgreiche Updates am Auto eingeführt hat. Einen dominanten Doppelsieg unter derart vermeidbaren Umständen wegzuscheißen, bezeichnete der Teamchef als äußerst schwer verdaulich. Er bestätigte, dass interne Gespräche mit beiden Fahrern stattfinden werden, um die Situation direkt zu klären, lehnte es jedoch ab, auf Details einzugehen.

Die teaminterne Reibung ging weit über die Boxenmauer hinaus, als die Emotionen in der Medienrunde hochkochten. Berichten von Motorsport.com und Autosport zufolge ging Hamilton scharf mit seinem Teamkollegen ins Gericht und warf Leclerc vor, bei ihrem Rad-an-Rad-Duell eine gefährliche „Alles-oder-Nichts“-Einstellung an den Tag gelegt zu haben. Der siebenmalige Weltmeister forderte ernsthafte interne Gespräche, um die Erwartungen vor der finalen Phase der Saison neu auszurichten.

Im Gegensatz dazu gab man sich auf der anderen Seite der Garage deutlich entspannter. Leclerc spielte die Schwere des Vorfalls gegenüber Reportern öffentlich herunter und erklärte, seiner Ansicht nach solle der Zwischenfall in Kurve 4 nicht überbewertet werden. Ungeachtet der konträren öffentlichen Positionen seiner Fahrer steht Vasseur vor einer kritischen Führungsaufgabe, da im Rennkalender 2026 nur noch vier Läufe ausstehen.

Die Wiederherstellung der Harmonie in der Garage hat für die Führung der Scuderia nun höchste Priorität. Um die reine Leistung und den Speed des Autos voll auszuschöpfen, ist absoluter Gleichklang zwischen den Fahrern erforderlich, während der Titelkampf seine entscheidende Phase erreicht. Ob Vasseur die Wogen zwischen seinen Piloten vor dem nächsten Großen Preis glätten kann, bleibt abzuwarten, da die Nachwehen aus Mexiko im Paddock weiter nachhallen.

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