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Verstappen holt Sprint-Pole in Singapur trotz drohender Untersuchung

Max Verstappen verwies George Russell im Sprint-Qualifying von Marina Bay knapp auf Platz zwei, droht aber wegen eines möglichen Gelbvergehens von den Stewards untersucht zu werden.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-10-09T14:56:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Max Verstappen Integralhelm 2024
Photo: Auge=mit / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Max Verstappen hat sich die Poleposition für den kommenden Sprint auf dem Marina Bay Street Circuit gesichert und in einer hart umkämpften Qualifyingsession für den Großen Preis von Singapur das Tempo vorgegeben. Der Red Bull-Pilot setzte im Schlussabschnitt der Stunde eine Bestmarke von 1:31.156 Minuten und distanzierte Mercedes-Herausforderer George Russell um gerade einmal 0,120 Sekunden. Ferrari-Mann Charles Leclerc komplettierte die Top Drei mit einem Rückstand von 0,243 Sekunden auf die Bestzeit.

Trotz der provisorischen Pole steht Verstappens Resultat weiterhin unter dem Vorbehalt einer laufenden Untersuchung durch die Rennkommissare. Die Offiziellen zitierten den Red Bull-Fahrer vor das Gremium, um einen mutmaßlichen Verstoß gegen die gelben Flaggen im Auftaktsegment der Session zu prüfen. Der Zwischenfall ereignete sich, als sich die Autos nach einer frühen roten Flagge unter neutralisierten Bedingungen über den Stadtkurs bewegten.

Die Anfangsphase der Session wurde unterbrochen, als Sergio Pérez heftig in die Barrieren einschlug und den Frontflügel seines Cadillac beschädigte. Während der mexikanische Pilot versuchte, sich mühsam an die Box zu retten, verteilten sich Trümmerteile auf der Ideallinie, weshalb die Rennleitung bei noch verbleibenden sechs Minuten auf der Uhr die roten Flaggen zeigen musste. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung hatten lediglich einige wenige Teilnehmer aussagekräftige Rundenzeiten gesetzt.

Nach Wiederaufnahme der Session prägte eine hektische Hatz nach Verbesserungen einen unberechenbaren Mittelabschnitt. Mercedes erlebte eine Schrecksekunde, als sich George Russell in Kurve 13 verbremste und vorübergehend aus den Top Zehn fiel, ehe er sich auf seinem finalen Run zurückkämpfte. Parallel dazu wechselten die Spitzenpositionen rasant, während Ferrari und Red Bull auf der vorgeschriebenen Medium-Mischung Bestzeiten austauschten, bevor das Feld für das Shootout auf weiche Reifen wechselte.

Im achtminütigen Finale sicherte sich Oscar Piastri den vierten Platz für McLaren und lag am Ende nur 0,055 Sekunden hinter Leclerc. Lando Norris eroberte Startplatz fünf vor Lewis Hamilton, der seinen Ferrari auf Rang sechs steuerte. Tabellenführer Kimi Antonelli tat sich schwer, mit der ultimativen Pace der Spitzenreiter mitzuhalten, und kam für das bevorstehende Sprintrennen nicht über den siebten Startplatz hinaus.

Liam Lawson rettete für Racing Bulls den achten Platz, während Isack Hadjar und Pierre Gasly die Top Zehn abrundeten, ohne im letzten Abschnitt eine repräsentative Rundenzeit zu erzielen. Bei beiden Piloten wurden die schnellsten Versuche von der Rennleitung gestrichen, womit sie auf den Plätzen neun beziehungsweise zehn landeten. Weiter hinten im Feld sorgten Verkehrsprobleme und stehende Räder dafür, dass bekannte Namen wie Nico Hülkenberg und Franco Colapinto vor dem Pole-Shootout ausschieden.

Die Ausscheidungsphase erwischte auch einige etablierte Größen im hinteren Bereich. Arvid Lindblad verpasste als 17. den Cut und reiht sich vor Aston-Martin-Mann Lance Stroll sowie Williams-Pilot Alexander Albon ein. Sergio Pérez und Valtteri Bottas belegten die letzten Reihen für Cadillac, während Carlos Sainz im zweiten Williams das Schlusslicht bildete, da er im zweiten Auto die langsamste Zeit fuhr.

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