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Alonso erwägt Aston-Martin-Zukunft, während Honda Zandvoort-Motorupgrade vorbereitet

Fernando Alonso will das Motor-Upgrade von Honda beim Dutch Grand Prix abwarten, bevor er entscheidet, ob er auch in der kommenden Saison bei Aston Martin bleibt.

Von Lesley Bakker - 2026-08-18T06:57:33.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Zlphmcfa / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Nach dem Ende der Sommerpause und der Rückkehr des Fahrerlagers in Zandvoort steht Fernando Alonso an einem weiteren entscheidenden Wendepunkt seiner langen Formel-1-Karriere. Dem Vernehmen nach wägt der Spanier ab, ob er sein Engagement bei Aston Martin für die kommende Saison verlängern soll, wobei seine endgültige Entscheidung von der Leistung des neuesten Power-Unit-Updates von Honda abhängt.

Aston Martin erlebte eine zähe Anfangsphase der Saison, gebremst durch ein Motordefizit, das teamintern auf rund 1,5 Sekunden pro Runde gegenüber der Spitze geschätzt wurde. Zwar begannen die vor der Sommerpause eingeführten Chassis-Upgrades die Schwächen im Fahrverhalten abzumildern, doch das Schließen der reinen Geschwindigkeitslücke liegt voll und ganz beim japanischen Hersteller.

Diese Chance bietet sich beim Dutch Grand Prix mit der Einführung einer überarbeiteten Honda-Spezifikation. Im Lager in Silverstone hofft man, dass dieses neue Aggregat rund ein Drittel des Rundenzeitrückstands wettmacht – was sowohl unmittelbare Erleichterung im Wettbewerb brächte als auch den entscheidenden Beweis, dass sich die Entwicklung in die richtige Richtung bewegt.

Bemerkenswerterweise hat Honda darauf verzichtet, öffentliche Leistungsprognosen abzugeben oder konkrete Zahlenangaben darüber zu machen, was der Motor in Zandvoort leisten wird. Diese Zurückhaltung wird intern als konstruktives Zeichen gewertet – ein Hinweis darauf, dass sich der Hersteller auf eine fundierte Validierung konzentriert, anstatt überzogene Erwartungen zu schüren.

Für Alonso ist das Dämpfen dieser Erwartungen eine notwendige Vorsichtsmaßnahme, geprägt von bitteren Erfahrungen. Seine frühere Zeit mit Honda bei McLaren war von Versprechungen geprägt, die sich nicht in Rennpace niederschlugen, sowie von wiederkehrenden Differenzen über das tatsächliche Leistungsniveau. Zu sehen, dass der Hersteller nun einen bodenständigeren Ansatz wählt, hilft, alte Fehler zu vermeiden – doch die Telemetrie auf der Strecke bleibt der letztendliche Richter.

Auch personelle Veränderungen verleihen den Aufholbemühungen in Sakura zusätzliches Gewicht. Ingenieure, die zuvor Hondas weltmeisterliche Power-Unit-Programme mit Red Bull geleitet hatten, wurden in das aktuelle Projekt zurückgeholt. Ihre Aufgabe ist es, bestehende Zuverlässigkeits- und Leistungshürden zu beseitigen und gleichzeitig das Fundament für das Triebwerk für 2027 zu legen.

Der Einsatz in Zandvoort reicht weit über ein einzelnes Rennwochenende hinaus. Ein messbarer Schritt nach vorne würde Aston Martin versichern, dass Honda die anfänglichen technischen Rückschläge verstanden hat, und Alonso die sportliche Rechtfertigung liefern, die er braucht, um seine Zukunft an das Team zu binden.

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