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Lando Norris absolviert ersten privaten Test im McLaren MCL-HY in Portimao

Formel-1-Weltmeister Lando Norris spulte bei einer privaten Testfahrt in Portugal 38 Runden im LMDh-Fahrzeug mit Dallara-Chassis ab.

Von Michael de Vries - 2026-09-14T17:39:30.000Z - 3 Min. Lesezeit

Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat das Grand-Prix-Paddock am Montag vorerst verlassen, um auf dem Autodromo Internacional do Algarve seine erste offizielle Testfahrt im neuen Hypercar-Anwärter von McLaren zu absolvieren. Direkt von Rennwochenende in Madrid angereist, schloss sich der britische Pilot dem privaten Ausflug des Rennstalls aus Woking im portugiesischen Portimao an, um den auf einem Dallara-Chassis basierenden MCL-HY zu erproben. Der Einsatz markierte den fünften Streckentest für das noch junge Programm, während die Organisation ihre Vorbereitungen auf das bevorstehende Engagement in der Langstrecken-Weltmeisterschaft vorantreibt.

Im Laufe des Tages brachte es Norris hinter dem Steuer auf insgesamt 38 Runden und knüpfte damit an seine früheren Erfahrungen mit dem Prototypen beim Bergrennen auf dem Goodwood Festival of Speed im Juli an. Seine Runden auf dem portugiesischen Kurs waren fester Bestandteil der fortlaufenden Entwicklungsagenda des Teams, bei der die Evaluierung zahlreicher Komponenten und das Sammeln frischer Telemetriedaten im Vordergrund standen. Laut einer Mitteilung des britischen Herstellers lieferte der Weltmeister von 2025 der Ingenieursmannschaft während der intensiven Testfahrten wertvolles technisches Feedback.

Im Rückblick auf die Gelegenheit zeigte sich Norris dankbar gegenüber der Organisation, dass er anderes Gerät erfahren konnte, während er gleichzeitig Teil der breiteren McLaren-Familie blieb. Er merkte an, dass der Schritt weg von Grand-Prix-Autos hin zu einem echten Test in einem Prototypen mit geschlossenem Cockpit eine erfrischende Herausforderung darstellte und eine Chance bot, die Vorbereitungen des Teams auf sein Langstreckendebüt in der kommenden Saison zu unterstützen. Der Fahrer fügte hinzu, er hoffe, dass seine untypischen Fahreindrücke und seine alternative Perspektive dem technischen Team in dieser entscheidenden Phase der Fahrzeugentwicklung behilflich sein werden.

McLaren-Hypercar-Teamchef James Barclay erklärte, die Einladung sei aus dem Enthusiasmus des Fahrers heraus entstanden, den Prototypen nach seinem ersten Bergauftest in Goodwood weiter zu erkunden. Barclay lobte die Geschwindigkeit, mit der sich der Pilot an die neue Plattform anpasste, und bestätigte, dass seine Anwesenheit einen positiven Beitrag zu den Testzielen des Tages leistete. Der Teamchef wünschte ihm zudem viel Erfolg für den Rest der Grand-Prix-Saison, während er sich die Option auf künftige Einsätze im Langstreckenfahrzeug offen hielt.

Zwar hat der Test die Spekulationen über einen potenziellen Start bei den 24 Stunden von Le Mans erwartungsgemäß angeheizt, doch eine endgültige Bestätigung dazu, wann ein Renneinsatz stattfinden könnte, gibt es noch nicht. Der Zeitplan wird durch externe Faktoren verkompliziert, darunter der noch nicht fixierte Grand-Prix-Kalender für 2027. Darüber hinaus evaluiert die Teamführung derzeit die verbleibenden zwei Cockpits für das reguläre Langstreckenaufgebot, wobei das Management auch den Rennkalender der NTT IndyCar Series im Blick behält, um zu prüfen, ob der neu verpflichtete Scott Dixon für eine Sportwagenfahrt zur Verfügung stehen könnte.

Die private Testsession in Portimao bot der Mannschaft aus Woking die Möglichkeit, gemeinsam mit den bereits bestätigten Fahrern Mikkel Jensen und Laurens Vanthoor zu arbeiten, während die Entwicklungsarbeit am Prototypen mit hohem Tempo fortgesetzt wird. Angesichts zahlreicher Hersteller, die sich auf harten Wettbewerb in der Top-Prototypenklasse vorbereiten, bleiben diese frühen Testkilometer unerlässlich, um Zuverlässigkeit und Basisperformance zu validieren. Ob der amtierende Grand-Prix-Champion letztendlich in den Sportwagensport wechseln wird, sobald es seine Einsätze im Formelsport erlauben, bleibt eine der spannendsten langfristigen Geschichten im Fahrerlager.

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