APEX RACEWIRE Redaktion
Isack Hadjar fit für Baku-Rückkehr: Lawson gibt Red-Bull-Cockpit zurück
Isack Hadjar startet nach einer Handgelenksverletzung beim Großen Preis von Aserbaidschan. Damit endet Liam Lawsons Drei-Rennen-Einsatz bei Red Bull; der Neuseeländer kehrt zu Racing Bulls zurück.
Von Michael de Vries - 2026-09-23T17:22:13.000Z - 3 Min. Lesezeit
Baku erlebt an diesem Wochenende das Renndebüt von Isack Hadjars Comeback: Red Bull bestätigte, dass der Franzose vollständig von der Handgelenksverletzung genesen ist, die seine Saison unterbrochen hatte. Nachdem er drei Grands Prix in Folge auslassen musste, kehrt der 21-Jährige für den Großen Preis von Aserbaidschan vom 24. bis 26. September an die Seite des viermaligen Weltmeisters Max Verstappen in sein Stammcockpit zurück. Seine Rückkehr markiert das planmäßige Ende von Liam Lawsons Übergangseinsatz im zweiten Auto des Teams.
Auslöser der Pause war eine überraschende Verletzung beim Boxtraining. Während das Handgelenk heilte, musste Hadjar zusehen, was Red Bull zu einem Cockpitwechsel mitten in der Saison zwang. Der Rückschlag hielt den 21-Jährigen bei den Grands Prix in den Niederlanden, in Monza und Madrid von der Rennstrecke fern und unterbrach eine bis dahin ertragreiche Saison. Nach Abschluss der Rehabilitation bestätigte Red Bull in einer Mitteilung die vollständige Genesung Hadjars, der beim anstehenden Stadtrennen sofort wieder ins Auto steigt.
Kurzfristig sprang Lawson in die Bresche, der sein gewohntes Umfeld verließ, um das Cockpit für dieses Renn-Trio zu übernehmen. Der 24-jährige Neuseeländer sah sich auf sehr unterschiedlichen Streckenlayouts enormem Druck ausgesetzt: Er sollte punkten und das Team konkurrenzfähig halten, während Hadjar sich erholte. Sein Drei-Rennen-Einsatz stellte eine harte Bewährungsprobe auf Strecken mit völlig verschiedenen Anforderungen dar – beginnend in den Dünen von Zandvoort über den Hochgeschwindigkeitstempel von Monza bis hin zum Rundkurs in Madrid.
Auf der Strecke lieferte Lawson wechselhafte Ergebnisse ab, die der Mannschaft dennoch wichtige Zähler einbrachten. Platz sieben in Zandvoort markierte einen souveränen Auftakt seines Gastspiels, gefolgt von einer noch stärkeren Vorstellung in Madrid, wo er als Sechster die Ziellinie überquerte. Ein schwieriges Wochenende in Monza blieb der einzige Nuller in seiner Bilanz; als 14. verpasste er die Punkteränge. Über die drei Rennen hinweg sorgten diese beiden Top-7-Platzierungen jedoch dafür, dass das Team während Hadjars Abwesenheit den Schwung nicht verlor.
Red Bull würdigte diesen Beitrag bei der Bekanntgabe umgehend und bedankte sich offiziell beim Neuseeländer für sein Auftreten und seine Anpassungsfähigkeit während der Zwischenphase. In der offiziellen Mitteilung lobte das Team Lawsons Professionalität, Einsatzbereitschaft und harte Arbeit an den drei Rennwochenenden. Die Teamführung betonte, Lawson habe nach seinem Einstieg unter schwierigen Bedingungen beeindruckende Leistungen gezeigt und damit einen aus Sicht des Rennstalls wertvollen Beitrag zur laufenden Saison geleistet.
Nachdem Hadjars Comeback feststeht, kehrt Lawson in vertrautes Terrain innerhalb der Organisation zurück. Nach erfüllter Mission verlässt der Neuseeländer das A-Team und schließt sich wieder Red Bulls Nachwuchsteam Racing Bulls an. Der Übergang verlief auch im direkten Austausch der Beteiligten: Laut PlanetF1 schickten sowohl Red Bull als auch Hadjar nach der offiziellen Bestätigung der Fahrerpaarung für Baku Nachrichten an Lawson.
Mit seiner Rückkehr in die Startaufstellung von Baku greift Hadjar wieder in einen WM-Kampf ein, in dem er zuvor konstante Form bewiesen hatte. Der Franzose belegt mit 71 im Saisonverlauf gesammelten Punkten den achten Platz der Fahrerwertung und befindet sich damit in einer soliden Ausgangslage für die erneute Zusammenarbeit mit Verstappen. Während der Große Preis von Aserbaidschan das Feld auf dem anspruchsvollen Layout von Baku fordert, beendet Hadjars Rückkehr Red Bulls kurzfristige Fahrerlösung und bringt beide Vertragspiloten wieder in ihre angestammten Cockpits.