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FIA startet europäisches Austauschprogramm zur Stärkung der Club-Zusammenarbeit
Der Dachverband hat eine länderübergreifende Wissensinitiative ins Leben gerufen, um die Entwicklung des Breitensports und die Verbandsführung in ganz Europa zu fördern.
Von Sanne Vermeer - 2026-08-27T15:38:00.000Z - 2 Min. Lesezeit
Die Fédération Internationale de l'Automobile hat ein wegweisendes europäisches Austauschprogramm ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Zusammenarbeit, den Ideenaustausch und gemeinsame Initiativen zwischen ihren regionalen Mitgliedsclubs zu fördern. Die Initiative ermöglicht es Vertreterinnen und Vertretern verschiedener nationaler Verbände, Abläufe zu beobachten, gemeinsame Herausforderungen anzugehen und langfristige Rahmenbedingungen für Motorsportmeisterschaften und -veranstaltungen auf dem gesamten Kontinent aufzubauen.
Die Auftaktphase des Programms fand Anfang dieses Monats statt und brachte Vertreter aus Mittel- und Osteuropa zusammen. Jakub Schimmer vom Autoclub der Tschechischen Republik und Denis Gasan als Vertreter des Automobilverbandes von Moldau reisten zwischen dem 20. und 22. August 2026 nach Finnland, um sich mit der dortigen Organisation AKK Finland auszutauschen.
Unter der Leitung von AKK-Generalsekretär Anssi Kannas nahm die Delegation an einem intensiven mehrtägigen Programm teil. Die Agenda umfasste Besuche des Finnischen Olympischen Komitees, von Sportmedienproduktionsstätten und der Hauptgeschäftsstelle des nationalen Sportfachverbands, wodurch ein direkter Einblick in nationale Regierungsstrukturen und das Live-Event-Management gewährt wurde.
Der Austausch bot den Delegierten einen tiefen Einblick in die Art und Weise, wie der finnische Verband lokale Lizenzierungssysteme, administrative Aufgaben und Breitensportprogramme verwaltet. Beobachter hoben hervor, dass die direkten Einblicke in die Abläufe praktische Vorlagen bieten, die teilnehmende Clubs für ihre eigenen nationalen Motorsportumgebungen anpassen können.
Anna Nordkvist, FIA-Vizepräsidentin für Sport in Europa, hob den strategischen Wert der neuen Initiative hervor. Sie erklärte, dass der Austausch einen innovativen Ansatz zur Stärkung der Motorsportbeziehungen auf dem gesamten Kontinent darstelle, und betonte, dass das erfolgreiche Auftakttreffen zwischen Finnland, Moldau und Tschechien das konkrete Potenzial grenzüberschreitender Zusammenarbeit belege.
Diesem Tenor schloss sich der FIA-Vizepräsident für Sport in Europa, Manuel Aviñó, an und betonte, dass Teamarbeit den Grundstein des regionalen Austauschprojekts bildet. Er zeigte sich erfreut darüber, dass der Dachverband diesen Wissenstransfer erfolgreich ermöglicht hat, um das anhaltende Wachstum und die strukturelle Entwicklung des Motorsports in der Region zu unterstützen.
Nach dem Abschluss des ersten erfolgreichen Besuchs laufen bereits die Planungen für die nächste Phase des Programms. Die Real Federación Española de Automovilismo wird im kommenden Monat Gastgeber des nächsten Austauschs sein und Delegierte der Mitgliedsclubs aus Armenien, Norwegen und Israel zu weiteren gemeinsamen Sitzungen begrüßen.