APEX RACEWIRE Redaktion
Turn 1 am Hungaroring nach Fahrerbeschwerden über Nacht repariert
Streckenarbeiter haben Turn 1 des Hungarorings über Nacht teilweise neu asphaltiert, nachdem sich Fahrer über Bodenwellen beschwert hatten, die durch heißes Wetter und Absenkungen im Untergrund entstanden waren.
Von Michael de Vries - 2026-08-11T01:23:19.000Z - 2 Min. Lesezeit
Wartungsteams am Hungaroring haben über Nacht nach dem ersten Trainingstag zum Formel-1-Grand-Prix von Ungarn partielle Neuasphaltierungsarbeiten an Turn 1 durchgeführt. Aufgeschreckt durch umfassendes Feedback der Fahrer am Freitagabend griffen die Streckenverantwortlichen ein, um schwere Bodenwellen zu beseitigen, die die Fahrzeugstabilität in der harten Bremszone der Strecke beeinträchtigt hatten.
Die Unzufriedenheit der Fahrer wuchs im Laufe der ersten Trainingssitzungen am Freitag, da die Autos beim Anfahren der ersten Kurve mit ausgeprägten Bodenwellen zu kämpfen hatten. Die plötzliche Verschlechterung war eine Enttäuschung für Paddock-Ingenieure und Veranstalter, insbesondere weil Teile des Belags auf dem Hungaroring erst in den letzten zwei Jahren neu asphaltiert worden waren.
Die Ursache für den plötzlichen Aufbruch des Belags liegt in den jüngsten Wetterbedingungen, die das Fundament der Strecke beeinträchtigt haben. Eine anhaltende Phase heißen, trockenen Sommerwetters in der Region führte zu Absenkungen im Untergrund unterhalb des Kurses, wodurch sich die Bodenstruktur unter dem Asphalt verschob.
Diese Bewegung im Untergrund verstärkte die bestehenden Bodenwellen in der Fahrbahn erheblich. Da die Autos die Bremszone mit Maximalgeschwindigkeit erreichten, führten die verschlimmerten Wellen dazu, dass die Fahrzeuge hart aufsetzten, was die Chassis-Balance störte und nach den ersten Stints zu anhaltenden Beschwerden der Fahrer führte.
Konfrontiert mit eindeutigen Nachweisen für die Verschlechterung des Belags mobilisierten die Streckenverantwortlichen Wartungsteams, um in der Nacht zum Samstag gezielte Reparaturen durchzuführen. Die Arbeiter frästen die beschädigten Abschnitte von Turn 1 ab und trugen in den betroffenen Zonen frischen Asphalt auf, um die Oberfläche vor dem Samstagmorgen einzuebnen.
Der Hungaroring bleibt einer der prägendsten Kurse im Grand-Prix-Kalender, bekannt für sein kurvenreiches, flüssiges Layout und die enge Ideallinie. Da Turn 1 die primäre Überholzone des gesamten Kurses darstellt, ist ein stabiler und berechenbarer Belag am Ende der Start-Ziel-Geraden essenziell für enge Rad-an-Rad-Duelle.
Der frische Asphaltfleck bringt eine dynamische Variable ein, mit der die Teams für den Rest des Ungarn-Wochenendes umgehen müssen. Ingenieure müssen nun bewerten, wie der neu verlegte Belag mit dem Reifenverschleiß und dem allgemeinen Grip-Niveau interagiert, während die Streckentemperaturen schwanken und sich in den folgenden Sessions Gummi aufbaut.