APEX RACEWIRE Redaktion

Aston Martin schaltet mit Valkyrie-Upgrades in den Entwicklungsmodus

Aston Martin schärft sein Hypercar-Programm mit gezielten Tests in Silverstone für die WEC-Saison 2027.

Von Ruben Smit - 2026-08-20T12:12:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Aston Martin hat eine kritische Entwicklungsphase für den Valkyrie Hypercar eingeleitet und bei einer aktuellen Testsession in Silverstone technische Upgrades evaluiert. Der Einsatz, bei dem die Piloten Ross Gunn und Harry Tincknell am Steuer saßen, markiert einen strategischen Wechsel für das Aston Martin THOR Team. Nach 18 Monaten im Wettbewerb lässt der Hersteller die anfängliche Lernkurve hinter sich und konzentriert sich nun auf die Performance-Optimierung.

Die Wahl von Silverstone für diese Tests war eine kalkulierte Entscheidung, die das Team auf heimischem Boden in unmittelbarer Nähe zum AMR Technology Campus hielt. Die Strecke dient zudem als symbolische Kulisse für die Zukunft des Teams, da man sich auf die Rückkehr der 6 Hours of Silverstone in den FIA WEC-Kalender im April 2027 vorbereitet. Der Test erfüllte einen doppelten Zweck: Er war sowohl eine rigorose Datenerhebung als auch eine grundlegende Generalprobe für das kommende Heimrennen der Marke.

Die Flugbahn des Valkyrie deutet auf eine ausgereifte Plattform hin. Nachdem die Phase der grundlegenden Zuverlässigkeit und Systemintegration überwunden ist, zeigt das Auto eine konstante Wettbewerbsfähigkeit. Aktuelle Ergebnisse spiegeln diesen Aufwärtstrend wider; der Valkyrie erzielte Punkteplatzierungen in São Paulo und verbuchte in sieben Rennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship sechs Top-10-Resultate, einschließlich eines Podestplatzes von Ross Gunn und Roman De Angelis.

Adam Carter, Head of Endurance Motorsport bei Aston Martin, merkte an, dass das Team das Verhalten des Valkyrie unter Rennbedingungen anderthalb Jahre lang systematisch katalogisiert hat. Dieses granulare Verständnis der Dynamik wird nun genutzt, um spezifische Bereiche für Nachbesserungen zu identifizieren. Laut dem Team ist dieser Übergang von der Beobachtung zur aktiven Entwicklung entscheidend, um den Rückstand auf die Spitze des Hypercar-Feldes zu schließen.

Teamchef Ian James zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich der Fortschritte während der Silverstone-Sessions und betonte, dass die Ergebnisse den technischen Fahrplan für die kommenden Monate bestimmen werden. Während der Valkyrie seine Präsenz in der Hypercar-Klasse erfolgreich etabliert hat, liegt der Fokus nun auf den marginalen Gewinnen, die den Spitzen-Langstreckensport auszeichnen.

Mit der 95. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans im Juni 2027 ist der Einsatz für diesen Entwicklungszyklus hoch. Das Team arbeitet erkennbar auf einen großen Vorstoß in der nächsten Saison hin und betrachtet die aktuelle Evolution des Autos als wichtigen Vorläufer für ihre Hauptziele. Während der Hersteller die Maschine, die als straßenzugelassenes Konzept begann, weiter verfeinert, bleibt die Botschaft aus der Garage klar: Das Leistungslimit des Valkyrie ist noch lange nicht erreicht.

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