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McLaren unterstützt Fornaroli für 2027 – Red-Bull-Fahrermarkt blockiert

McLaren unterstützt den amtierenden Formel-2-Champion Leonardo Fornaroli bei der Suche nach einem Cockpit für 2027, während der Fahrermarkt wartet, bis Red Bull seine Zukunftsplanung steht.

Von Michael de Vries - 2026-08-11T06:46:34.000Z - 3 Min. Lesezeit

Photo: Mark McArdle / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0

McLaren unterstützt sein Nachwuchstalent Leonardo Fornaroli aktiv bei dessen Ziel, für die Saison 2027 ein Stammcockpit in der Formel 1 zu ergattern. Nach dem Gewinn des F3-Titels und der F2-Krone unterschrieb der Italiener Ende letzten Jahres in Woking. Er absolvierte 2026 bereits FP1-Einsätze in Barcelona und Österreich und fuhr darüber hinaus Tests mit älteren F1-Boliden für McLaren in Portimao sowie für Haas in Jerez.

Sollte ein Platz frei werden, gilt Haas als realistischste Option für Fornaroli, da das Cockpit von Esteban Ocon derzeit unter Druck steht. Ein Wechsel zum US-Rennstall würde jedoch internen Wettbewerb bedeuten. Haas hält sich weitere Optionen offen, darunter den bei Toyota unter Vertrag stehenden Ryo Hirakawa sowie den ehemaligen Alpine-Pilot Jack Doohan.

Abseits einzelner Team-Wunschlisten ist die Bewegung auf dem Fahrermarkt weitgehend zum Stillstand gekommen. Paddock-Verhandlungen für die Cockpits 2027 pausieren größtenteils, bis Klarheit herrscht, ob Max Verstappen bei Red Bull bleibt. Diese Verzögerung wirkt sich direkt auf Nachwuchsfahrer aus, die den Sprung auf das Raster schaffen wollen.

Die Cockpitsituation im eigenen Red-Bull-Kader zeichnet ein ebenso sensibles Bild für Liam Lawson. Derzeit für Racing Bulls im Einsatz, belegt Lawson in der WM-Wertung die Spitzenposition außerhalb der vier Top-Teams. Da Racing Bulls in diesem Jahr im Schnitt das fünftschnellste Team stellt, liefert der erfahrener Neuseeländer auf dem Papier die erwartete Basisleistung.

Der größte Druck auf Lawson kommt aus der eigenen Garage. Rookie-Teamkollege Arvid Lindblad erweist sich beim puren Tempo als ebenbürtig. Während Lindblad in der Gesamtwertung 20 Punkte hinter Lawson liegt, fällt das Qualifikations-Duell bei fairen Vergleichen mit 6:5 knapp zugunsten von Lawson aus. Bei der durchschnittlichen Rennpace hält Lindblad hingegen einen hauchdünnen Vorsprung von 0,017 Sekunden. Teamchef Alan Permane betonte, dass beide extrem nah beieinander liegen, und hob hervor, dass die primäre Aufgabe des Teams weiterhin darin besteht, Talente für das Red-Bull-Hauptteam auszubilden.

Wieder Schwung aufzubauen erwies sich für Lawson als komplexer Prozess, seit er Anfang 2025 ein kurzes Gastspiel über zwei Rennen an der Seite von Verstappen bei Red Bull absolvierte. Nach diesen schwierigen Einsätzen versetzte Red Bull ihn im Tausch gegen Yuki Tsunoda zurück zu Racing Bulls. Beim Schwesterteam wurde Lawson anschließend von Isack Hadjar distanziert – ein Leistungsunterschied, der Red Bull dazu veranlasste, Hadjar für die Saison 2026 ins Hauptteam zu befördern.

Lawsons Aussichten auf eine weitere Chance bei Red Bull hängen nun von einem veränderten politischen Umfeld ab. Unter der früheren Führung von Christian Horner und Helmut Marko schien eine zweite Chance beim Hauptteam ausgeschlossen. Da Laurent Mekies Red Bull nun als Teamchef leitet und Gwen Lagrue vor der Übernahme des Nachwuchsprogramms steht, sind die Kriterien für die Bewertung von Lawsons Zukunft wieder offen.

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