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Leclerc schlägt Verstappen im FP1 knapp und verschafft Ferrari Austin-Vorteil

Charles Leclerc lag im ersten Freien Training zum Großen Preis der USA weniger als eine Zehntelsekunde vor Max Verstappen, während Ferrari in Austin frische Upgrades evaluierte.

Von Michael de Vries - 2026-10-24T00:37:36.000Z - 3 Min. Lesezeit

Das erste Freie Training zum Großen Preis der USA begann mit einem starken Auftakt für Ferrari: Charles Leclerc setzte sich auf dem Circuit of the Americas mit weniger als einer Zehntelsekunde Vorsprung gegen Max Verstappen durch. Unter heißen Bedingungen in Texas platzierte der Monegasse seinen Boliden in der ersten offiziellen Streckenstunde des Wochenendes an der Spitze des Zeitenmonitors und setzte damit in Austin eine erste Richtmarke. Dieser frühe Vorsprung auf Red Bull verschaffte Ferrari eine solide Basis, bevor die Setup-Programme und die Streckenentwicklung in den folgenden Sessions an Intensität gewinnen.

Der knappe Abstand an der Spitze der Zeitenliste führte zu einem direkten Kräftemessen der Spitzenreiter. Da Verstappen kaum eine Zehntel zurücklag, blieb Red Bull während der Hauptfahrzeit eng an Ferraris Tempo dran – ein Vorbote für ein weiteres enges Duell an der Spitze des Feldes. Keines der beiden Lager gab frühzeitig nach, und der minimale Abstand zwischen den beiden Piloten verdeutlichte, wie eng die Ausgangslage auf dem flüssigen Layout des Kurses in Austin ist.

Ein Großteil des anfänglichen Optimismus bei Ferrari ging auf das Debüt eines verbesserten Autos in Austin zurück, das auf der Strecke prompt Resultate lieferte. Statt mit Korrelationsproblemen zu kämpfen oder die Stunde mit experimentellen Systemchecks zu vergeuden, legte die italienische Mannschaft mit dem überarbeiteten Paket einen sauberen Start hin. Leclerc wirkte auf Anhieb souverän darin, Tempo aus den neuen Komponenten herauszuholen, spulte das Installationsprogramm ab und sammelte auf den ersten Runden verwertbare Aerodynamikdaten.

Den gesamten Durchgang über herrschten im Fahrerlager anspruchsvolle Bedingungen, da die Strecke in Austin unter intensiver Hitze glühte. Hohe Außen- und Asphalttemperaturen setzten Material und Reifen unter unmittelbaren Stress, was das Sammeln sauberer Setup-Daten ohne vorzeitigen thermischen Abbau besonders knifflig machte. Der Umgang mit diesen thermischen Anforderungen im frühen Fahrbetrieb erwies sich für Ferrari als wertvoll: Das Validieren des modifizierten Bodyworks und der Kühlreserven bei realer Hitze liefert den Ingenieuren unmittelbare Erkenntnisse.

Für Red Bull bot die Auftaktsitzung einen ersten Härtetest für die Form, die Verstappen in den letzten Rennen aufgebaut hat. Der Niederländer reist mit dem Ziel nach Austin, einen Hattrick an Grand-Prix-Siegen zu landen – eine Zielmarke, die das Momentum des aktuellen Red-Bull-Pakets unterstreicht. Um diese Siegesserie fortzusetzen, muss jeder Angriff von hinten abgewehrt werden; Verstappens Rückstand von nur einem Wimpernschlag auf Leclerc im FP1 zeigte jedoch, dass Red Bull voll bei der Musik bleibt.

Diese Siegesserie zu stoppen, bleibt Leclercs primäres Wochenendziel. Um Red Bull am dritten Sieg in Folge zu hindern, muss jede noch so kleine Chance genutzt werden. Einem Rivalen in Topform einen weiteren Erfolg zu verwehren, erfordert es, dessen Box ab den ersten Trainingsrunden unter Druck zu setzen und Setup-Änderungen vor dem Qualifying zu erzwingen. Mit der Bestzeit im ersten Training bewies Leclerc, dass Ferrari die Grundschnelligkeit besitzt, um Red Bulls jüngste Dominanz anzufechten.

Zwar erfordern Trainingszeiten stets eine nüchterne Einordnung, doch Ferraris starker Auftakt liefert handfeste Zuversicht für die kommenden Tage. Benzinmengen, Motorenmodi und individuelle Run-Programme weichen im ersten Training naturgemäß voneinander ab, doch der erste Wirkungstreffer in Austin bestätigt, dass das überarbeitete Auto wie erwartet funktioniert. Da Leclerc hauchdünn vor Verstappen liegt, ist die Bühne für einen engen Schlagabtausch zwischen einem verbesserten Ferrari und einem formstarken Red Bull bereitet.

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