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Tsunoda richt nach Zandvoort direkten Appell an F1-Teams

Yuki Tsunoda hofft, dass sein kurzfristiges Comeback bei den Racing Bulls in Zandvoort unentschlossene Formel-1-Teams zum Umdenken bewegt.

Von Lesley Bakker - 2026-08-26T14:37:58.000Z - 2 Min. Lesezeit

Yuki Tsunoda hat nach einem plötzlichen, einmaligen Comeback-Wochenende in Zandvoort eine offene Einladung an das Formel-1-Feld ausgesprochen. Der japanische Pilot entspannte am vergangenen Dienstag an einem griechischen Strand, als ein spätes Telefonat seine Abreise in die Niederlande bestätigte. Als kurzfristiger Ersatzmann wurde Tsunoda ins Racing-Bulls-Cockpit gesetzt, nachdem Liam Lawson zu Red Bull befördert worden war, um den verletzten Isack Hadjar zu vertreten.

Hadjar war für den Großen Preis der Niederlande ausgefallen, nachdem er sich während der Sommerpause eine Handgelenksverletzung zugezogen hatte. Dieser erste Dominostein löste eine Kette von Umbesetzungen im Red-Bull-Kader aus, wodurch Tsunoda zum ersten Mal seit dem Verlust seines Stammplatzes am Ende der Vorsaison wieder in einem Rennwagen saß. Trotz monatelanger Abwesenheit von einem Grand-Prix-Wochenende und minimaler Vorbereitungszeit machte sich der Ersatzfahrer sofort an die Arbeit.

Das Qualifying brachte einen respektablen zwölften Startplatz ein, den Tsunoda am Sonntag in einen elften Rang im Ziel ummünzte. Er hielt seinen regulären Racing-Bulls-Teamkollegen Arvid Lindblad klar in Schach und kämpfte über weite Strecken am Rande der Punkteränge. Das Verpassen der Top Ten hinterließ zwar Frust, doch die gesamte Ausführung übertraf seine persönlichen Erwartungen.

Die Anpassung an das Arbeitsgerät erwies sich nach monatelanger Pause als anspruchsvoll. Tsunoda räumte ein, dass die Bewältigung ungewohnter Deployment-Strategien, Lenkradbelegungen und veränderten Reifenverschleißes eine steile Lernkurve erforderte. Dennoch lobte er das Team dafür, den Übergang so reibungslos gestaltet und ihm sofortige Pace ermöglicht zu haben.

Da er zuvor mit einem Abschied aus der Meisterschaft, darunter einem Wechsel in die IndyCar, in Verbindung gebracht worden war, ist Tsunoda überzeugt, dass sein Auftritt in Zandvoort das Fahrerlager an seine Fähigkeiten erinnert hat. Er betonte, dass der direkte Einstieg in ein Rennwochenende unter den aktuellen Regeln ohne vorherige Testfahrten ihm eine seltene Chance bot, seinen Wert kurzfristig unter Beweis zu stellen. Ob diese Leistung etwaige Personalplanungen für die kommende Saison beeinflusst, liegt nun in den Händen der Teamchefs und seines Managements.

Auf die direkte Frage, ob sich seine Aussichten auf eine dauerhafte Rückkehr ins Starterfeld verbessert hätten, zögerte Tsunoda kurz, ehe er eine humorvolle Botschaft an alle unentschlossenen Teamchefs im Paddock richtete. Ruf mich an, bitte.

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