APEX RACEWIRE Redaktion

FIA verhandelt Monaco-Podium-Einspruch nächste Woche in Paris

Das FIA International Court of Appeal prüft am 25. August die umstrittene Entscheidung, Pierre Gaslys Zeitstrafen nach dem Monaco-GP aufzuheben.

Von Sanne Vermeer - 2026-08-19T11:58:18.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Lukas Raich / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Der anhaltende Streit um die Endwertung des Grand Prix von Monaco 2026 erreicht das FIA International Court of Appeal. Am 25. August wird der Dachverband die Argumente von McLaren und Red Bull anhören, die das Urteil zur Streichung von Pierre Gaslys Zeitstrafen offiziell anfechten.

Die Kontroverse geht auf das Rennen vom 7. Juni zurück: Gasly kam als Dritter ins Ziel, wurde jedoch nach zwei Fünf-Sekunden-Zeitstrafen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse auf Rang sieben zurückgestuft. Diese Sanktionen ließen den Alpine-Piloten in der Wertung abrutschen, wovon Red Bulls Isack Hadjar und McLarens Oscar Piastri profitierten.

Im Anschluss erwirkte Alpine erfolgreich eine Revision gemäß Artikel 14 des International Sporting Code. Das Team präsentierte Beweise, dass die Länge der Boxengasse – ein entscheidender Faktor für die Berechnung von Tempoverstößen – von den Offiziellen falsch vermessen wurde. Die Stewards akzeptierten dies als signifikantes neues Element, strichen am 12. Juni beide Strafen und sprachen Gasly den Podestplatz wieder zu.

McLaren und Red Bull legten am 16. Juni Einspruch ein und argumentieren, die Änderung des Klassement sei verfahrensrechtlich fehlerhaft. Ein Hauptstreitpunkt ist die Ungleichbehandlung bei der Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen: Während Gaslys Strafen erst nach der Zielflagge ausgesprochen wurden, mussten andere Fahrer ihre Strafen für vergleichbare Vergehen während des Rennens ableisten.

Die Anhörung findet am FIA-Hauptsitz in Paris statt. Offiziellen Angaben zufolge wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt, der Zugang ist auf autorisierte Parteien beschränkt. Das Urteil wird nach Abschluss der Sitzung erwartet.

Das Ergebnis ist für die Fahrer- und Konstrukteurswertung von großer Bedeutung, da der aktuelle Punktestand weiterhin auf der revidierten Wertung basiert. Nun bleibt abzuwarten, ob die Sportbehörden die Korrektur des technischen Fehlers durch die Stewards stützen oder zum ursprünglichen Ergebnis zurückkehren, das auf der regulären Anwendung von Rennstrafen basiert.

Zurück zu allen Formula 1-News