APEX RACEWIRE Redaktion
Paddock-Gerüchte: F1 erwägt Ausweitung auf 12 Sprints für 2027
Die Formel 1 erwägt Berichten zufolge, ihren Sprint-Kalender für 2027 auf 12 Events zu verdoppeln – eine mögliche Formaterweiterung bleibt jedoch vorerst unbestätigt.
Von Sanne Vermeer - 2026-08-17T13:39:07.000Z - 2 Min. Lesezeit
Hinter vorgehaltener Hand heißt es im Fahrerlager, das Management der Formel 1 prüfe eine weitreichende Reform des Wochenendformats. Demnach kursieren Vorschläge, die Zahl der Sprint-Events bis zur Saison 2027 auf zwölf zu verdoppeln. Die diskutierte Erweiterung ist derzeit völlig unbestätigt; die Serienverantwortlichen haben bislang weder Kalenderänderungen formalisiert noch den Teams einen ratifizierten Vorschlag vorgelegt.
Das alternative Format wurde 2021 zunächst als dreiteiliger Testlauf eingeführt, um an jedem einzelnen Tag eines Grand-Prix-Wochenendes sportliche Brisanz zu schaffen. 2023 verdoppelte sich dieses Pensum auf sechs Stationen – ein Rhythmus, der auch in der aktuellen Saison 2026 mit Rennen in China, Miami, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden und Singapur beibehalten wird.
Nach dem derzeitigen Sprint-Zeitplan ist die reguläre Vorbereitung stark komprimiert. Den Teams steht am Freitag lediglich ein einziges 60-minütiges Freies Training zur Verfügung, bevor es direkt in das verkürzte, dreiteilige Sprint-Qualifying geht. Am Samstagmorgen folgt der eigenständige 100-Kilometer-Sprint, ehe das Haupt-Qualifying die Startaufstellung für das Sonntagsrennen ermittelt.
Über fünf Sprint-Saisons hinweg hat sich Max Verstappen mit 13 Sprint-Siegen als erfolgreichster Fahrer des Kurzformats erwiesen. Dahinter folgen das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri mit vier bzw. drei Erfolgen, während der aktuelle WM-Führende Andrea Kimi Antonelli zu Beginn des Sommers in Silverstone seinen ersten Sprint-Sieg feierte.
Die Debatte über ein auf zwölf Rennen ausgeweitetes Sprint-Programm fällt in eine anspruchsvolle Phase für das Fahrerlager. Nach der vierwöchigen Sommerpause startet die Weltmeisterschaft in Zandvoort in einen kräftezehrenden Block von zwölf Grands Prix innerhalb von nur 16 Wochen. Zugleich bleiben logistische Fragen offen, wie die finalen Saisonläufe angesichts der Instabilität im Nahen Osten über die Bühne gehen sollen.
Das Wochenende in Zandvoort markiert zugleich den fünften Sprint-Lauf des Jahres 2026 und den vorerst letzten Großen Preis der Niederlande, bevor der Dünenkurs für 2027 aus dem Kalender weicht. Während Lokalmatador Verstappen nach einer bislang sieglosen Saison für Red Bull den Anschluss sucht, reist Mercedes nach sechs Saisonsiegen von Antonelli als Maßstab an.
Ob das kommerzielle Interesse an einer Verdopplung der Sprint-Verpflichtungen die betrieblichen Bedenken der Teams überwiegen wird, bleibt abzuwarten. Vorerst ist ein möglicher Sprung auf zwölf Sprint-Wochenenden im Jahr 2027 nicht mehr als ein unbestätigter Diskussionspunkt und keineswegs beschlossene Sache.