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Zandvoort-Wetter droht mit erster Regensession für 2026er-Formel-1-Autos

Vor dem Sprintrennen am Samstag in Zandvoort ist Regen vorhergesagt. Damit droht der Formel 1 die erste nasse Session der Saison 2026, wenn das Feld an die niederländische Küste reist.

Von Michael de Vries - 2026-08-17T14:09:57.000Z - 2 Min. Lesezeit

Elf Rennwochenenden sind in der Weltmeisterschaft 2026 bereits vergangen, ohne dass die Formel 1 eine einzige gemeinsame Session bei nassen Bedingungen ausgetragen hat. Diese bemerkenswerte Serie an Trockenrennen steht beim Dutch Grand Prix an diesem Wochenende vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe: Eine unbeständige Küstenwetterlage dürfte das Feld fordern, während sich Zandvoort auf seinen Abschied aus dem Kalender vorbereitet.

In der ersten Saisonhälfte drohten bei mehreren Veranstaltungen Niederschläge, die sich jedoch stets vor Beginn des offiziellen Fahrbetriebs auflösten. Die Startzeit des Miami Grand Prix wurde um drei Stunden vorverlegt, um aufziehenden Gewittern zu entgehen, während der Canadian Grand Prix offiziell als Rain-Hazard-Event eingestuft wurde – dennoch blieben beide Rennen vollkommen trocken. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Belgien: Dort regnete es zwar im Laufe des Wochenendes, allerdings nie während einer offiziellen Session auf der Strecke.

Infolgedessen verfügt der Großteil des Fahrerlagers über keinerlei Praxiserfahrung mit dem neuen technischen Reglement für 2026 bei Regenwetter. Abgesehen von einigen wenigen Kilometern, die vereinzelte Teams beim Shakedown vor Saisonbeginn in Barcelona absolvierten, konnten Ingenieure und Fahrer die aktuellen Fahrzeuge an einem offiziellen Rennwochenende noch nicht bei Gischt oder abtrocknenden Streckenverhältnissen erproben.

Dieses Fehlen von Referenzdaten könnte sich an der Nordseeküste als entscheidend erweisen. Nach einer dichten Abfolge europäischer Rennen bei extremer Sommerhitze kühlen die Bedingungen in Zandvoort spürbar ab. Für das Freitagstraining besteht ein geringes Risiko für gewittrige Schauer bei Höchstwerten um 19 Grad Celsius.

Das Hauptzeitfenster für Regen liegt am Samstagmorgen: Vor dem Sprintrennen um 12:00 Uhr Ortszeit liegt das Schauerrisiko laut Prognosen bei 60 Prozent. Auch wenn die Regenwahrscheinlichkeit am späteren Nachmittag bei Höchstwerten von knapp 18 Grad Celsius sinkt, würde ein morgendlicher Regenguss dazu führen, dass die Teams den Sprint auf einer 'grünen' oder feuchten Strecke bestreiten müssen.

Der Haupt-Grand-Prix am Sonntag dürfte nach derzeitigem Stand vom schlechten Wetter verschont bleiben. Bei Rennstart um 15:00 Uhr Ortszeit werden sonnige und trockene Bedingungen bei 17 Grad Celsius erwartet. Dennoch sorgt die Nähe zu den Küstendünen dafür, dass die Verhältnisse an einem Rennwochenende rasch umschlagen können.

Zandvoort hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, wie schnell wechselhaftes Wetter das Klassement durcheinanderwirbeln kann. Beim Rennen 2023 sorgte ein Wolkenbruch in der ersten Runde für gespaltene Reifenstrategien, bevor ein heftiger Regenguss in der Schlussphase zu einem Unfall von Zhou Guanyu und massiven Unterbrechungen führte. Max Verstappen behielt im Chaos schließlich die Oberhand und siegte zum dritten Mal in Folge von der Pole-Position – eine deutliche Erinnerung daran, wie schnell Küstenregen einen Grand Prix auf den Kopf stellen kann.

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