APEX RACEWIRE Redaktion

Ligier sichert sich erste drei Kundenteams für die LMP2-Generation 2028

Algarve Pro Racing, Inter Europol Competition und Panis Racing setzen ab 2028 auf den neuen Ligier JS P228.

Von Michael de Vries - 2026-08-20T09:46:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Motorsport race track Circuit Zandvoort Formula one Grandprix (47856557161)
Photo: dronepicr / Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Drei etablierte Langstreckenteams haben ihre Fahrzeuge für den kommenden Regulierungszyklus in der zweitklassigen Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft fixiert. Algarve Pro Racing, Inter Europol Competition und Panis Racing haben offiziell zugesagt, den neuen Ligier JS P228 einzusetzen, wenn die nächste Prototypen-Generation vor der Saison 2028 auf die Strecke rollt.

Ligier Automotive sicherte sich neben ORECA einen Platz als einer der beiden designierten Fahrgestell-Lieferanten für das kommende Regelwerk und entwickelt den JS P228 seit Juni 2025 über seine französische Zentrale und seine nordamerikanische Tochtergesellschaft. Die ersten Kundenbestätigungen bieten dem Hersteller eine wichtige frühe Unterstützung, während er darauf hinarbeitet, das Auto bei seinem wettbewerblichen Debüt als Maßstab zu etablieren.

Für Algarve Pro Racing bedeutet die Vereinbarung ein Wiedersehen mit einem Konstrukteur, mit dem das Team in der Kategorie erstmals 2015 zusammengearbeitet hatte. Die Teamchefs Stewart und Samantha Cox nannten die Vision und die Ressourcenbereitschaft der Ligier-Führung als treibenden Faktor für ihre Entscheidung, nach Jahren mit alternativen Fahrzeugen zur Marke zurückzukehren.

Inter Europol Competition bringt eine beeindruckende jüngste Bilanz in die Partnerschaft ein, darunter mehrere Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Meisterschaftserfolge in verschiedenen globalen Serien. Das Teammanagement betonte, dass die Entscheidung für den neuen französischen Prototypen zum organisatorischen Selbstverständnis passt, neue Herausforderungen zu suchen und einen eigenen Weg durch das Starterfeld zu gehen.

Panis Racing bringt eine markante historische Verbindung zum Hersteller ein, die in der persönlichen Rennsportgeschichte von Gründer Olivier Panis verwurzelt ist. Der französische Rennstall, der kürzlich den Titel in der European Le Mans Series gewann, wird sich bei der operativen Umsetzung des Projekts für 2028 auf VPS Racing stützen und damit eine jahrzehntelange persönliche Verbindung zum Konstrukteur fortsetzen.

Dem Rollout-Plan zufolge wird der JS P228 sein Renndebüt 2028 in der European Le Mans Series geben, gefolgt von Einsätzen in der Asian Le Mans Series in der Wintersaison. Nordamerikanische Rennen folgen in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, sobald die neuen technischen Vorschriften jenseits des Atlantiks im Jahr 2029 in Kraft treten.

Diese frühen Zusagen verändern das Wettbewerbsumfeld der Klasse deutlich vor dem Auslaufen der aktuellen Fahrzeuggeneration. Während die Entwicklung hinter verschlossenen Türen weitergeht, zielt der Hersteller darauf ab, diese hochkarätigen Teamverpflichtungen in siegfähige Pace auf der Strecke umzumünzen, wenn die neue Ära offiziell beginnt.

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