APEX RACEWIRE Redaktion

Ligier sichert sich drei Schlüsselpartner für den LMP2-Start 2028

Algarve Pro Racing, Inter Europol Competition und Panis Racing setzen für den Regelzyklus 2028 auf die Ligier JS P228.

Von Michael de Vries - 2026-08-19T12:02:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: Tokumeigakarinoaoshima / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Die LMP2-Klasse steht 2028 vor einem bedeutenden Umbruch: Drei namhafte Endurance-Teams schließen sich für das Debüt des JS P228 mit Ligier Automotive zusammen. Algarve Pro Racing, Inter Europol Competition und Panis Racing haben sich für den Prototypen des französischen Herstellers entschieden. Damit vollziehen sie zum Start des neuen Reglementzyklus eine strategische Abkehr von der derzeit Oreca-dominierten Startaufstellung.

Ligier wurde von ACO und FIA als einer von zwei offiziellen Chassis-Lieferanten für die kommende Ära ausgewählt und betrachtet diese Partnerschaften als wichtige Bestätigung seines Entwicklungsprogramms. Die JS P228, die derzeit in Zusammenarbeit mit der nordamerikanischen Sparte des Unternehmens konstruiert wird, soll die Marke nach Jahren im Schatten konkurrierender Designs wieder an die Spitze der Le-Mans-Klasse führen.

Für Algarve Pro Racing bedeutet die Entscheidung eine Rückkehr zu einem Hersteller, der ihre Anfangsjahre prägte. Stewart und Samantha Cox nannten den Ehrgeiz, um Weltmeistertitel zu kämpfen, als treibenden Faktor für den Wechsel und verwiesen auf ein erneuertes Vertrauen in die Vision der Familie Nicolet für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Marke.

Inter Europol Competition begreift den Übergang als Chance, den Status quo herauszufordern. Teammanager Sascha Fassbender erklärte, dass die Bereitschaft der Organisation, alternative Wege zu beschreiten, diese Entscheidung maßgeblich beeinflusst habe, um gemeinsam mit dem neuen Fahrzeug eine neue Dynamik in die Kategorie zu bringen.

Das Engagement von Panis Racing hat für Teameigentümer Olivier Panis eine persönliche Note: Er sicherte sich seinen berühmten Sieg beim Großen Preis von Monaco 1996 in einem Ligier-Chassis. Das Team plant, das neue Projekt unter der Leitung von VPS Racing zu integrieren, wobei Aurélien Panis den Übergang bis zum Debüt 2028 beaufsichtigt.

Während diese Teams ihre Absichten bekundet haben, deuten Gerüchte im Fahrerlager darauf hin, dass in den kommenden Monaten weitere Herstellerallianzen finalisiert werden könnten. In der Boxengasse heißt es, andere etablierte Rennställe würden das Leistungspotenzial der Ligier-Plattform noch gegen die bisher nicht vollständig bekannten technischen Details des konkurrierenden ORECA-Entwurfs abwägen. Diese Behauptungen sind unbestätigt, und es liegen keine weiteren offiziellen Team-Commitments von den sanktionierenden Stellen vor.

Der Zeitplan für die JS P228 ist straff: Das Wettbewerbsdebüt ist für die Saison 2028 der European Le Mans Series vorgesehen. Nach der europäischen Einführung soll der Prototyp in der Wintersaison 2028/29 in der Asian Le Mans Series antreten, gefolgt von einer erwarteten Ausweitung auf die IMSA WeatherTech SportsCar Championship im Jahr 2029.

Zurück zu allen Formula 1-News