APEX RACEWIRE Redaktion
FIA bestätigt Michelin und Goodyear für kommende WEC-Saisons
Der Automobildachverband hat die exklusiven Reifenlieferanten für die Hypercar- und LMGT3-Klassen für den Zeitraum von 2030 bis 2032 bestätigt.
Von Sanne Vermeer - 2026-08-25T12:59:00.000Z - 2 Min. Lesezeit
Der Automobildachverband hat sein Ausschreibungsverfahren für die exklusiven Reifenlieferverträge in den Spitzenklassen der Langstrecken-Weltmeisterschaft offiziell abgeschlossen. Im Anschluss an eine strenge Evaluierung, die gemeinsam mit dem Automobile Club de l'Ouest durchgeführt wurde, billigte der Weltrat für den Motorsport die Wiederernennung in einer Abstimmung per E-Mail. Die Entscheidung fixiert die Reifenpartnerschaften für die Kategorien Hypercar und LMGT3 von der Saison 2030 bis zum Ende des Jahres 2032.
Michelin behält seine exklusive Lieferantenrolle innerhalb der Hypercar-Klasse bei und führt damit eine Partnerschaft fort, die mit der Einführung der Kategorie im Jahr 2021 begann. Unterdessen hat sich Goodyear die Verlängerung seines exklusiven Liefervertrags für die LMGT3-Division gesichert und baut damit auf seiner Präsenz in der Meisterschaft seit 2024 auf. Das Auswahlverfahren bewertete mehrere Bewerber anhand mehrerer klarer Säulen, darunter technische Leistungsfähigkeit, Produktqualität, Performance unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen, Kundenservice, Nachhaltigkeitsziele und langfristige werbliche Unterstützung.
Beide ausgewählten Hersteller erwiesen sich als voll und ganz in der Lage, die strengen technischen Anforderungen der Serie zu erfüllen und sich gleichzeitig an den breiter gefassten operativen und ökologischen Fahrplänen der Organisatoren zu orientieren. Die Beibehaltung dieser etablierten Partner sorgt für wertvolle Kontinuität für die verschiedenen konkurrierenden Teams und Beteiligten, die künftige Meisterschaftszyklen bestreiten. Die Bekanntgabe erfolgt zeitgleich mit der Bestätigung des früheren Ausschreibungserfolgs von Goodyear zur Belieferung der LMGT3-Kategorie im Übergangszeitraum von 2027 bis 2029.
Seit dem Debüt des Hypercar-Reglements zu Beginn des Jahrzehnts hat die Königsklasse des Langstreckensports als zentrales technisches Kampffeld gedient. Sie hat erfolgreich eine Vielzahl prominenter globaler Automobilmarken mit tiefen Wurzeln in der Historie des Langstreckensports angezogen. Gleichzeitig hat die Einführung der LMGT3-Kategorie eine diverse Vielfalt an Herstellermarken und -modellen in die GT-Reihen der Weltmeisterschaft gebracht und damit das optische sowie wettbewerbliche Profil des Feldes erweitert.
Die Evaluierungsprotokolle priorisierten nachhaltige Innovationen neben traditionellen Leistungsmetriken, was die sich wandelnden Prioritäten einer modernen internationalen Motorsport-Regulierung widerspiegelt. Von den Lieferanten wurde gefordert, konkrete Verpflichtungen in Bezug auf Umweltziele nachzuweisen, ohne dabei die sportliche Integrität des Mehrklassen-Rennsports zu beeinträchtigen. Durch den frühzeitigen Abschluss dieser langfristigen Vereinbarungen zielt die Meisterschaft darauf ab, sowohl Konstruktionsabteilungen als auch Logistikplanern bei der Entwicklung von Fahrzeugen für das nächste Jahrzehnt des Wettbewerbs Stabilität zu verleihen.
Da das Ausschreibungsverfahren für die frühen 2030er-Jahre nun abgeschlossen ist, können Teams und Hersteller ihre langfristige Simulation und Fahrwerksentwicklung an bekannten Reifeneigenschaften ausrichten. Die fortgesetzte Präsenz von Michelin an der Spitze und Goodyear in der GT-Division stellt sicher, dass gesammelte Daten und betriebliche Vertrautheit nahtlos weitergeführt werden. Diese regulatorische Klarheit stellt einen bedeutenden Meilenstein für die anhaltende kommerzielle und technische Expansion der Meisterschaft dar.