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Aston Martin erhält großes Honda-Motor-Upgrade beim Großen Preis der Niederlande

Honda bringt in Zandvoort eine überarbeitete Antriebsspezifikation, um die jüngsten Chassis-Anpassungen von Adrian Newey zu ergänzen und das Leistungsdefizit vom Saisonbeginn anzugehen.

Von Ruben Smit - 2026-08-18T17:00:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Photo: John Chapman ( Pyrope ) / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Aston Martin reist mit einer tiefgreifend überarbeiteten Honda-Power-Unit nach Zandvoort – das erste große Spezifikations-Update des japanischen Herstellers in der Saison 2026. Das neue Hardware-Paket soll beim Großen Preis der Niederlande debütieren, wo beide Partner nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte verlorenen Boden gutmachen wollen.

Dieser Entwicklungsschritt erfolgt im Rahmen des Benchmarking-Reglements der FIA, das Motorenherstellern mit einem nachgewiesenen Leistungsdefizit zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten einräumt. Nachdem Honda in den ersten Saisonrennen mit Defiziten bei der Energieabgabe und anhaltenden Batterie-Vibrationen zu kämpfen hatte, nutzte der Hersteller den reglementarischen Spielraum, um in seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Sakura zentrale Elemente der Antriebseinheit zu überarbeiten.

Das Motoren-Upgrade ist darauf ausgelegt, nahtlos mit den aerodynamischen und strukturellen Modifikationen unter der Leitung von Technikchef Adrian Newey zu harmonieren. Aston Martin hatte unmittelbar vor der Sommerpause beim Großen Preis von Ungarn ein umfangreiches Chassis-Update eingeführt, um das Plattformverhalten zu stabilisieren und ein aufgeräumteres Packaging am Fahrzeugheck zu erreichen.

Der Brückenschlag zwischen Chassis und Motor ist zum zentralen Schwerpunkt der Partnerschaft geworden. Shintaro Orihara, Hondas Einsatzleiter und Chefingenieur an der Rennstrecke, betonte, dass das moderne Reglement keinen Raum mehr dafür lasse, Motor und Chassis als getrennte Projekte zu behandeln. Silverstone und Sakura stehen in ständigem Austausch über technische Anforderungen und passen Einbaudetails sowie strukturelle Schnittstellen an, um Performance-Gewinne aus dem Gesamtpaket zu schlagen.

Für Fernando Alonso und Lance Stroll liefert der Fahrbetrieb in den Niederlanden den ersten greifbaren Maßstab dafür, ob die kombinierten Neuerungen echten Fortschritt auf der Stoppuhr bringen. Während die Erwartungen realistisch gehalten werden, liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Fahrbarkeitsdefizite und massiven Vibrationsspitzen zu beseitigen, die zuvor konservative Motormappings erzwangen und die Reifenperformance beeinträchtigten.

Die Arbeitsdynamik zwischen dem britischen Rennstall und dem japanischen Hersteller erwies sich trotz der Rückschläge zu Saisonbeginn als stabil. Anstatt unter dem Druck ausbleibender Resultate zu zerbrechen, pflegte die technische Führung einen offenen, konstruktiven Dialog, der die Problemlösung auf mechanischer wie auch operativer Ebene beschleunigte.

Honda stuft das Debüt in Zandvoort als wichtigen ingenieurstechnischen Meilenstein ein und nicht als Sofortlösung für die Position des Teams in der Weltmeisterschaft. Ziel ist es, am Rennwochenende des Großen Preises der Niederlande eine solide Basis auf Renntrimm-Niveau zu etablieren, die als verlässliche Plattform für weitere Updates im restlichen Saisonverlauf dient und zugleich die Richtung für das Auto von 2027 vorgibt.

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