APEX RACEWIRE Redaktion

FIA bestätigt Red Bull im neuesten ADUO-Review als F1-Motorenbenchmark

Der Automobilweltverband hat seine Leistungsbewertungen veröffentlicht. Red Bull erhält keine Extranchancen, die Konkurrenz profitiert.

Von Sanne Vermeer - 2026-08-26T15:48:45.000Z - 2 Min. Lesezeit

Der Automobilweltverband der Formel 1 hat die Ergebnisse seiner Leistungsbewertungen für Antriebseinheiten offiziell veröffentlicht und bestätigt, dass Red Bull-Ford Powertrains im Rahmen des ADUO-Regelwerks (Additional Development and Upgrade Opportunities) weiterhin als führender Motorenhersteller eingestuft wird.

In der Bekanntmachung wurden zwei unterschiedliche Prüfzeiträume detailliert aufgeführt: Die erste Bewertung endete nach dem Großen Preis von Kanada, die zweite nach dem Großen Preis von Ungarns. Das Ergebnis lässt Red Bull ohne jegliche Genehmigung zurück, seine Debüt-Antriebseinheit vor dem Ende der Saison 2026 zu aktualisieren, was einen herben Rückschlag für den Standort Milton Keynes darstellt.

Als nach dem Großen Preis von Monaco erste Anzeichen der Rangliste auftauchten, ging ein deutliches Erstaunen durch das Fahrerlager. Der allgemeine Konsens unter den Teams hatte angesichts eines starken Saisonstarts auf Mercedes als Maßstab hingedeutet. Dies veranlasste Red Bull zu einem formellen Antrag auf eine sachliche Überprüfung der Daten.

Teamchef Laurent Mekies hatte zuvor argumentiert, dass es keinen einzigen Datenpunkt gebe, der die Schlussfolgerung untermauere, Red Bull verfüge über die stärkste Antriebseinheit im Feld. Trotz dieser Proteste und einer verzögerten öffentlichen Bekanntgabe hat der Verband seine Haltung nun durch die Veröffentlichung der offiziellen Bewertungsergebnisse zementiert.

Gemäß den festgelegten ADUO-Parametern erhalten Hersteller, die in bestimmte Leistungsdefizite fallen, korrigierende Entwicklungsrechte. Es stellte sich heraus, dass Mercedes im Defizitfenster von zwei bis vier Prozent liegt, wodurch sich das Team ein Motoren-Upgrade für 2026 sowie zwei Homologationen für 2027 und erhöhte Obergrenzen für Kosten und Prüfstandstests sicherte.

Unterdessen wurden die rivalisierenden Hersteller Ferrari, Audi und Honda jenseits der Vier-Prozent-Schwelle eingestuft. Diese Platzierung berechtigt jeden dieser drei Antriebslieferanten zu zwei separaten Upgrades sowohl für die laufende Kampagne als auch für die kommende Saison 2027.

Nikolas Tombazis, der Formel-1-Direktor des Verbands, verteidigte die Integrität der Daten und äußerte volles Vertrauen in die angewandte Methodik. Unter Hinweis auf den erschöpfenden Charakter der Auswertungen betonte Tombazis, dass der Schutz des geistigen Eigentums der konkurrierenden Hersteller es erfordere, spezifische Leistungsindex-Messungen vertraulich zu behandeln.

Mit der Veröffentlichung dieser Ergebnisse richtet sich das Augenmerk nun auf das letzte Auswertungsfenster des Jahres. Eine dritte ADUO-Prüfperiode ist für die Zeit nach dem Großen Preis von Mexiko-Stadt angesetzt, in der auf Basis der Leistungstrends zum Saisonende weitere Anpassungen der Entwicklungsrechte beschlossen werden könnten.

Zurück zu allen Formel 1-News