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Norris fängt Antonelli ab und gewinnt Zandvoort-Finale

Lando Norris fuhr in Zandvoort dank einer starken Strategie zum Sieg, nachdem Max Verstappen in der Startrunde ausschied.

Von Michael de Vries - 2026-08-23T20:29:10.000Z - 2 Min. Lesezeit

Lando Norris hat mit einer cleveren Fahrt in Zandvoort seinen zweiten Grand-Prix-Sieg in Folge eingefahren und dabei Mercedes-Pilot Kimi Antonelli in der Schlussphase eines chaotischen Großen Preises der Niederlande überholt. Das Rennen begann mit einem Schockmoment, als Publikumsliebling Max Verstappen am Ende der ersten Runde auf einer feuchten Stelle die Kontrolle über seinen Red Bull verlor, heftig in die äußere Streckenbegrenzung der letzten Kurve krachte und damit sofort eine rote Flagge auslöste.

Die lange Unterbrechung für die Reparatur der Leitplanken verlängerte sich zusätzlich, da Ollie Bearman seinen Haas in der Einführungsrunde wegen eines Verdachts auf einen Motorschaden abstellen musste. Als das Rennen bei klarem Himmel wieder freigegeben wurde, nutzte Antonelli den stehenden Start und zog sofort an Pole-Setter Norris vorbei. Der junge Italiener schien das Feld in den Anfangsphasen souverän anzuführen und spiegelte dabei die Taktik der Verfolger.

Das Bild des Rennens wendete sich während der zweiten Boxenstopp-Runde. McLaren entschied sich dazu, Norris im Vergleich zu Antonelli länger auf der Strecke zu lassen, wodurch ein entscheidender Reifenvorteil entstand, mit dem der Brite den Mercedes jagen konnte. In Runde 54 setzte Norris in der Tarzan-Kurve zum entscheidenden Überholmanöver außen an und zog dank seiner frischeren Pneus sofort davon.

Später im Rennen sorgte ein liegengebliebener Haas von Esteban Ocon in Runde 56 für eine Virtual Safety Car-Phase. Während Antonelli und das Ferrari-Duo frische Soft-Reifen holten, ließ McLaren Norris draußen, der souverän mit über elf Sekunden Vorsprung siegte. Dahinter kam es im Mercedes-Team zu internen Reibungen, als George Russell die Anweisung erhielt, den zweiten Platz an Tabellenführer Antonelli abzugeben.

Russell protestierte am Boxenfunk vehement gegen diese Entscheidung und warnte, dass der Platztausch das Podium gefährde, da Lewis Hamilton auf frischeren Reifen näherrückte. Der Mercedes-Pilot rettete den dritten Platz knapp vor Hamilton ins Ziel, begünstigt durch eine zweite Virtual Safety Car-Phase, die nach einer teaminternen Kollision der beiden Williams-Piloten Carlos Sainz und Alex Albon ausgerufen wurde.

Abseits der Podiumskämpfe zeigte Fernando Alonso im Aston Martin eine starke Defensivleistung. Mit einer Einstoppstrategie und langen Stints wehrte der erfahrene Spanier die späten Angriffe von Pierre Gasly und Yuki Tsunoda ab, rettete den neunten Platz und sammelte wichtige WM-Punkte. Weiter hinten fuhr Liam Lawson seinen Red Bull trotz einer Zehn-Sekunden-Zeitstrafe wegen Missachtung gelber Flaggen auf den siebten Rang.

Antonelli führt die Weltmeisterschaft nach der Sommerpause weiter an und hat 59 Punkte Vorsprung auf Teamkollegen Russell. Norris rückt durch seinen zweiten Sieg in Folge bis auf 83 Zähler an die Spitze heran, während im verbleibenden Kalender noch mehrere Rennen zu fahren sind.

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