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Norris entgeht interner McLaren-Strafe nach Sprint-Kollision in Singapur

Lando Norris muss nach seiner umstrittenen Kollision in der letzten Runde mit Teamkollege Oscar Piastri beim Sprintrennen in Singapur keine interne Strafe von McLaren fürchten.

Von Michael de Vries - 2026-10-23T07:00:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Lando Norris ist nach seiner das Rennen beendenden Kollision mit Formel-1-Teamkollege Oscar Piastri beim Sprintrennen zum Großen Preis von Singapur jeglichen internen Disziplinarmaßnahmen von McLaren entgangen. Der amtierende Weltmeister hatte in der letzten Runde in Kurve 5 spät innen zum Überholen angesetzt, als die beiden um den vierten Platz kämpften. Die Berührung schickte Piastri in einen Dreher, der das sofortige Aus bedeutete, während Norris durch einen achten Platz im Ziel immerhin einen einzigen Punkt rettete.

Das aggressive Manöver rief umgehend Kritik von Streckenoffiziellen und der Teamführung hervor. Die Rennkommissare untersuchten den Vorfall und sahen schließlich von einer Strafe ab, da sie befanden, dass beide Kontrahenten eine Mitschuld an der kostspieligen Kollision trugen. McLaren-Teamchef Andrea Stella tat sich jedoch schwer damit, seinen Ärger zu verbergen, als er direkt nach dem Fallen der Zielflagge mit den Sendern sprach, und nannte den Anblick von zwei papayafarbenen Autos, die kollidieren, absolut inakzeptabel.

Stella betonte, dass hinter verschlossenen Türen interne Gespräche stattfinden würden, um die Kernwerte der Organisation zu bekräftigen. Er bekräftigte, dass die kollektiven Interessen des Teams immer über individuellen Ambitionen stehen müssen, und fügte hinzu, dass keine einzelne Person oder kein Ego größer werden dürfe als die Institution McLaren selbst. Der Teamchef zeigte sich zuversichtlich, dass dieser offene Austausch letztlich eine geschlossenere und widerstandsfähigere Gruppe formen würde.

Obwohl Norris seinen aggressiven Überholversuch unmittelbar nach dem Rennen zunächst verteidigte, änderte er im Nachhinein seine Haltung. In einer Teamvorschau vor dem kommenden Großen Preis der Vereinigten Staaten räumte der britische Fahrer einen Beurteilungsfehler ein und übernahm die volle Verantwortung für den Kontakt. Norris erklärte, seine Hauptmotivation bestehe darin, die unermüdliche Arbeit der Fabrikenmitarbeiter durch die Verfeinerung seines Rennfahrverhaltens, überlegene Entscheidungen und eine bestmögliche Repräsentation der Organisation zurückzuzahlen.

Berichten von The Race zufolge bestätigten interne Dialoge in den Wochen zwischen dem Event in Singapur und der Ankunft im Fahrerlager von Austin, dass Norris keine formellen finanziellen oder sportlichen Sanktionen von seinen Arbeitgebern zu erwarten hat. Das Team zog es stattdessen vor, die Angelegenheit durch transparente Kommunikation und ein erneutes Bekenntnis zu den etablierten Rennrichtlinien zu klären. Beide Fahrer haben konstruktive Gespräche geführt, um die Wogen zu glätten und ähnliche teaminterne Reibereien bei den verbleibenden Runden der Meisterschaft zu verhindern.

In der Pressekonferenz in Austin am Donnerstag bestätigte Oscar Piastri gegenüber Medienvertretern, dass er mit dem Ausgang dieser internen Beratungen zufrieden war. Der australische Fahrer merkte an, dass er das besonnene Vorgehen von Teamchef Zak Brown und Teamchef Andrea Stella bei der Bewältigung der Nachwehen unterstützte. Da die Luft zwischen den Garagenseiten rein ist, bereiten sich beide Fahrer darauf vor, ihre Kampagne auf der Strecke unter erneuter Beobachtung hinsichtlich der Renn-Etikette und Teamorder fortzusetzen.

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