APEX RACEWIRE Redaktion
Red Bull lobt Liam Lawson nach solider Rückkehr in Zandvoort
Laurent Mekies lobte Liam Lawson dafür, dass er bei seinem unerwarteten Comeback das Maximum herausgeholt hat.
Von Michael de Vries - 2026-08-26T18:08:39.000Z - 2 Min. Lesezeit
Die Red Bull-Führung hat die Leistung von Liam Lawson beim Großen Preis der Niederlande nach seiner überraschenden Rückkehr ins Formel-1-Cockpit positiv bewertet. Der 24-Jährige wurde in Zandvoort ins kalte Wasser geworfen, als das Team auf Ersatz zurückgreifen musste. Anstatt unter dem Druck dieser hochbrisanten Hiobsbotschaft einzuknicken, lieferte der junge Pilot eine disziplinierte Fahrt ab, die an der Boxenmauer Beachtung fand.
Teamchef Laurent Mekies machte aus seiner Zufriedenheit mit der Wochenendleistung keinen Hehl und verwies direkt auf den Pragmatismus und die Umsetzung des Fahrers. Nach Angaben des Red-Bull-Managements bewältigte Lawson eine komplizierte Situation genau wie gefordert, hielt sich aus Schwierigkeiten heraus und holte jede erdenkliche Pace aus dem Auto. Dieser kontrollierte Ansatz brachte beim Fallen der Zielflagge einen siebten Platz ein.
Der Weg in die Punkte am Sonntag verlief keineswegs geradlinig und begann mit einem anspruchsvollen Sprintrennen, das die steile Lernkurve eines Einstiegs mitten im Rennwochenende offenbarte. Die einzigartigen aerodynamischen Anforderungen und Reifeneigenschaften des RB22 ohne Vorbereitung zu meistern, glich einer Herkulesaufgabe. Doch die Anfangsprobleme am kürzeren Samstag verdeutlichten nur die Widerstandskraft des Fahrers, der sich vor dem Hauptrennen wieder sammelte.
Am Sonntag startete Lawson von Platz acht und setzte sofort eine saubere Strategie um. Sein Nachmittag wurde leicht durch das Pech in der eigenen Garage begünstigt, als Teamkollege Max Verstappen im Schwesterauto verunfallte. Dieser dramatische Zwischenfall spülte den Neuseeländer eine Position nach vorn, doch der restliche Aufstieg erforderte konstante Rundenzeiten und sorgsames Reifenmanagement unter starkem Druck im Mittelfeld.
Der siebte Platz bedeutete, dass Lawson direkt hinter den etablierten Top-3-Teams des Championats ins Ziel kam. Da McLaren, Mercedes und Ferrari die Spitze dominierten, stellte die Rolle des 'Best of the Rest' das absolute Maximum dessen dar, was der Wagen an diesem Nachmittag hergab. Mekies betonte, das Team hätte unter diesen Umständen realistischerweise nicht mehr verlangen können.
Die Leistung sorgt für einen zeitgerechten Schub für Fahrer und Team, da sich die Europa-Saison ihrem Höhepunkt nähert. Der Sprung in ein Top-Team bei kurzer Vorwarnzeit ruft normalerweise immense Beobachtung und das Risiko kostspieliger Fehler hervor, doch Lawson meisterte die Fallstricke von Zandvoort mit bemerkenswerter Reife. Während das Fahrerlager seine Sachen für die nächste Runde packt, hinterlässt das starke Punkteergebnis dem Team reichlich ermutigende Daten über seinen Ersatzkader.