APEX RACEWIRE Redaktion
Red Bull verpflichtet Tom McCullough als Head of Racing und Lambiase-Nachfolger
Der frühere Aston Martin-Ingenieur Tom McCullough übernimmt 2027 die Leitung der Streckeneinsätze bei Red Bull, während sich Gianpiero Lambiase auf seinen Wechsel zu McLaren vorbereitet.
Von Michael de Vries - 2026-09-02T10:34:31.000Z - 2 Min. Lesezeit

Red Bull hat Fakten für seine künftige Führungsstruktur an der Rennstrecke geschaffen und den erfahrenen Ingenieur Tom McCullough als neuen Head of Racing verpflichtet. Der 50-jährige Brite tritt seinen Dienst Anfang 2027 an und übernimmt die Führungsposition von Gianpiero Lambiase vor dessen geplantem Wechsel zu McLaren.
Nach seinem Dienstantritt in Milton Keynes wird McCullough sämtliche operativen Belange des Rennteams leiten. Er arbeitet künftig direkt mit Teamchef Laurent Mekies zusammen, womit der Rennstall eine erfahrene Führungskraft erhält, um die Renneinsätze und die Koordination in der Box an den Rennwochenenden zu steuern.
Red Bull begrüßte die Vereinbarung und erklärte offiziell, man freue sich auf den großen Erfahrungsschatz und das Fachwissen, das McCullough ab Anfang 2027 in diese Position einbringen werde. Der Rennstall handelte entschlossen, um sich eine bewährte technische Führungskraft zu sichern, die den komplexen Anforderungen des Streckeneinsatzes gewachsen ist.
McCullough verfügt über ein umfangreiches technisches Profil aus mehreren Epochen der Formel 1. Er verbrachte über ein Jahrzehnt am Standort Silverstone bei Aston Martin und war auch unter den früheren Namen Force India und Racing Point eine feste Größe. In dieser Zeit arbeitete er als Performance Director, ehe ihn eine interne Umstrukturierung im Januar 2025 vom Grand-Prix-Team in die Technologiesparte des Unternehmens versetzte. Zuvor sammelte er bereits an der Rennstrecke Erfahrungen bei Williams und Sauber.
Seine Verpflichtung schließt die Lücke, die Lambiase hinterlässt. Dieser wird als Chief Racing Officer zu McLaren wechseln und dort direkt an Teamchef Andrea Stella berichten. Lambiase trug bei Red Bull lange eine Doppelverantwortung: Er leitete das gesamte Rennteam und fungierte zugleich an vorderster Front als Renningenieur von Max Verstappen – wo die direkten, ungefilterten Funksprüche beider Protagonisten zu einem Markenzeichen der Team-Erfolge wurden.
Nachdem McCullough für 2027 feststeht, richtet sich der Blick auf den Übergang zwischen den beiden konkurrierenden Rennställen. Lambiases Wechsel nach Woking ist für 2028 vorgesehen. Die nun feststehende Nachfolgelösung könnte Red Bull und McLaren jedoch den Weg ebnen, eine frühere Freigabe als ursprünglich geplant zu vereinbaren.
Mit der frühzeitigen Verpflichtung von McCullough schafft Red Bull Klarheit für das gesamte Einsatzpersonal. Die Personalie garantiert Teamchef Mekies eine etablierte Führungsfigur an der Spitze des Rennteams, während der Rennstall in den kommenden Saisons einen spürbaren Personalumbau bewältigen muss.