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Norris fordert VSC-Regelprüfung nach verpasstem Sieg in Madrid

Lando Norris plädiert dafür, dass die Formel 1 ihre Virtual-Safety-Car-Regeln ändert, nachdem er einen sicheren Sieg verlor.

Von Sanne Vermeer - 2026-09-16T17:30:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Lando Norris,Chinese GP 2024
Photo: Liauzh / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Lando Norris bezeichnete sich selbst als wahnsinnig unglücklich, nachdem ihn das Timing eines Virtual Safety Car um einen scheinbar sicheren Sieg beim Großen Preis von Spanie in Madrid gebracht hatte. Der McLaren-Pilot hatte sich die Poleposition mit einer Runde gesichert, die Teamchef Andrea Stella als Meisterwerk bezeichnete, und sich in den ersten dreizehn Runden einen komfortablen Vorsprung von mehr als sechs Sekunden auf Kimi Antonelli erarbeitet.

Der entscheidende Wendepunkt ereignete sich am Ende der vierzehnten Runde, als Norris nur wenige Sekunden vor dem Ausrufen eines VSC an der Boxeneinfahrt vorbeifuhr. Die Neutralisierung wurde ausgelöst, weil Lance Stroll seinen Aston Martin in der Auslaufzone von Kurve 20 abgestellt hatte. Da Norris die Boxeneinfahrt bereits passiert hatte, war er gezwungen, eine weitere volle Runde unter Tempolimit zu absolvieren, während Konkurrenten hinter ihm einen erheblichen Zeitvorteil herausholten.

Mercedes-Pilot Antonelli und Red-Bull-Konkurrent Max Verstappen zogen sofortigen Nutzen aus der Gelbphase, indem sie in die Boxengasse abbogen und im Vergleich zu normalen Bedingungen unter grüner Flagge wertvolle Rennzeit sparten. Die VSC-Phase endete dann kurz bevor Norris auf seiner darauffolgenden Runde die Boxeneinfahrt erreichte. Er kam nach seinem Stopp mit mehr als fünfzehn Sekunden Rückstand auf Antonelli und hinter Verstappen auf die Strecke, nachdem er zudem mit Verzögerungen an den Reifen auf der rechten Seite zu kämpfen hatte.

Obwohl es Norris gelang, Verstappen im weiteren Verlauf des Rennens einzuholen, erwies sich das Überholen auf dem neuen Straßenkurs in Madrid als nahezu unmöglich. Letztlich beendete er das Rennen hinter Sieger Antonelli und Verstappen auf dem dritten Platz. Antonelli gab nach der Zielflagge zu, dass sein Team den Sieg rein nach Pace nicht verdient hatte, und räumte ein, dass Norris durch die Umstände um einen Sieg gebracht worden war.

Die ungewöhnliche Abfolge löste im Fahrerlager sofort eine Debatte über die Fairness der VSC-Prozeduren aus. Norris wies darauf hin, dass er der einzige Fahrer im gesamten Feld war, dem die Möglichkeit verwehrt wurde, während des Neutralisationsfensters an die Box zu kommen. Zwar räumte er ein, dass Fahrer über eine lange Saison hinweg durch solche Unterbrechungen oft gewinnen und verlieren, doch stellte er infrage, ob eine einzelne Verfahrensregel das Ergebnis eines Rennens diktieren sollte.

McLaren-Teamchef Andrea Stella regte an, dass die breitere Formule-1-Gemeinschaft prüfen sollte, ob Anpassungen zur Wahrung der Fairness notwendig sind. Stella warf die Möglichkeit in den Raum, die VSC-Dauer zu verlängern, um sicherzustellen, dass jeder Teilnehmer exakt dieselben Streckenbedingungen vorfindet, oder die Angelegenheit wie traditionell üblich dem Zufall zu überlassen. Jede potenzielle Änderung würde eine formelle Diskussion im Strategieberatungsausschuss und die anschließende Genehmigung durch die F1-Kommission erfordern.

Sowohl Norris als auch Verstappen merkten an, dass das Thema unter den Fahrern bereits während früherer Briefings mit dem Dachverband diskutiert worden ist. Obwohl Stella einräumte, dass die Rückschau nahelegt, dass McLaren hätte versuchen können, die Neutralisierung vorherzusehen, betonte er, dass ein präventiver Boxenstopp auf der längsten Boxengasse des Kalenders große Risiken birgt. Das Team wird die Daten auswerten, um festzustellen, ob künftige Aufrufe bei ähnlichen Vorfällen optimiert werden können.

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