APEX RACEWIRE Redaktion
F1 bestätigt Kalender 2027: 24 Rennen, 10 Sprints und Rückkehr von Portugal und Türkei
Die Formel 1 trägt 2027 24 Grands Prix und 10 Sprints aus, inklusive der Rückkehr nach Portugal und in die Türkei sowie des ersten Samstagsrennens in Monaco. Genaue Termine stehen noch aus.
Von Michael de Vries - 2026-09-16T07:45:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Nach der formellen Genehmigung durch den World Motor Sport Council haben die Formel 1 und die FIA einen 24 Rennen umfassenden Kalender für die Weltmeisterschaft 2027 bestätigt. Dieser bringt Portugal sowie die Türkei zurück ins Programm und weitet das Sprint-Format auf zehn Runden aus. Der vom Dachverband und Formula One Management gemeinsam veröffentlichte Plan behält die Obergrenze von 24 Veranstaltungen bei, verändert jedoch den Saisonrhythmus spürbar. Der offizielle Fahrbetrieb beginnt in Sakhir mit den Testfahrten vor der Saison vom 24. bis 27. Februar, gefolgt vom Saisonauftakt am selben Ort.
Zwar wurde die grundlegende Route durch 22 Länder veröffentlicht, doch wesentliche Details sind noch offen. Weder die FIA noch die FOM haben außerhalb des Auftakts und der Testtage in Bahrain den vollständigen Terminplan mit genauen Wochenenddaten für die einzelnen Grands Prix herausgegeben. Ebenso bestätigt die offizielle Mitteilung zwar, dass Portugal ein Rennen im Juni ausrichtet und die Türkei im Oktober zurückkehrt, doch die Dachverbände nannten bislang weder die konkreten Rennstrecken noch genaue Zeitpläne für diese Rennwochenenden.
Hinter dem Auftakt-Doppelpack in Bahrain und Saudi-Arabien führt der Kalender über eine frühe Pazifik-Etappe mit Australien, Japan und China. Anschließend reisen die Teams über den Atlantik zum Großen Preis von Miami und zum Großen Preis von Kanada, ehe die europäische Sommertour beginnt. Die Rechteinhaber verwiesen auf diese Gruppierungen als Teil der anhaltenden Bemühungen um eine stärkere Regionalisierung und effizientere geografische Abläufe, um die logistikbedingten Emissionen über fünf Kontinente hinweg zu senken.
Monaco behält seinen traditionellen Termin vor der Europa-Phase, doch die darauffolgende Station markiert im Juni die offizielle Rückkehr der Meisterschaft nach Portugal. Im späteren Jahresverlauf kehrt mit der Türkei ein weiterer historischer Austragungsort in den Kalender zurück, eingebettet im Oktober zwischen Aserbaidschan und Singapur. Von dort aus zieht das Fahrerlager auf den amerikanischen Kontinent mit einer Viererserie über Austin, Mexiko-Stadt, São Paulo und Las Vegas, bevor die Saison im Nahen Osten mit aufeinanderfolgenden Rennen in Katar und Abu Dhabi endet.
Abseits der veränderten Geografie ist der deutliche Ausbau des Sprint-Formats die zentralste operative Neuerung. Nach mehreren Saisons mit sechs Kurzrennen steigt die Zahl für 2027 auf zehn, bedingt durch die Nachfrage von Promotern und TV-Sendern. Fünf Kurse tragen erstmals ein Sprint-Wochenende aus: Bahrain, Australien, Japan, Abu Dhabi und Monaco. Die Aufnahme von Monte Carlo gilt dabei als beispielloses sportliches Experiment, das den Zuschauern zwei separate Qualifying-Shootouts auf den engen Straßen des Fürstentums beschert.
Montréal, Silverstone, Monza, São Paulo und Lusail behalten ihren Sprint-Status und komplettieren die Liste der zehn Veranstaltungen. Anlässlich der Veröffentlichung bezeichnete FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem den Kalender als Balance zwischen historischem Erbe, zeitgemäßer kommerzieller Expansion und Fannähe. Ben Sulayem würdigte die Zusammenarbeit der nationalen Motorsportverbände, Promoter und ehrenamtlichen Streckenposten und betonte, dass der Kalender Spitzenstandards des Sports weltweit wahre.
Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali schloss sich dieser Haltung an und hob sowohl die Rückkehr nach Portugal und in die Türkei als auch die gesteigerte Wettbewerbsdichte durch zehn Sprints hervor. Mit 24 bestätigten Grands Prix in 22 Ländern steht der kommerzielle und sportliche Rahmen für 2027 nun fest. Den Promotern und Rennveranstaltern bleibt es überlassen, lokale Logistikvorkehrungen zu finalisieren und die offizielle Bekanntgabe der genauen Renndaten abzuwarten.