APEX RACEWIRE Redaktion
Red-Bull-Chaos: Hadjar fällt für Zandvoort aus
Isack Hadjar verpasst voraussichtlich den Dutch Grand Prix nach einer Verletzung. Red Bull steht vor einer Notlösung.
Von Nadia van Leeuwen - 2026-08-19 09:24:31.000 - 3 Min. Lesezeit
Nach der Sommerpause kehrt das Formel-1-Fahrerlager zu einem Wirbel der Ungewissheit bei Red Bull zurück. Berichten zufolge wird Isack Hadjar am kommenden Dutch Grand Prix nicht teilnehmen können. Obwohl das Team von einer offiziellen Bestätigung absah, deuten Quellen aus Milton Keynes darauf hin, dass sich der 21-Jährige während der Pause eine Hand- oder Handgelenksverletzung zugezogen hat. Widersprüchliche Angaben zur Ursache – von einem Trainingsunfall bis hin zu einem Missgeschick beim Boxen – bleiben unbestätigt, da sich das Team in Schweigen hüllt.
Sollte Hadjar ausfallen, gilt Liam Lawson als der wahrscheinlichste Ersatz. Der Neuseeländer, der derzeit für das Juniorteam Racing Bulls antritt, ist der Top-Kandidat, um in Zandvoort an der Seite von Max Verstappen zu fahren. Dieser Schritt bedeutet ein bedeutendes Comeback für Lawson, der nach einem kurzen Gastspiel zu Beginn der Saison 2025 aus dem Hauptteam versetzt worden war. Für einen Fahrer, der trotz anhaltender Gerüchte um alternative Kandidaten um seine Zukunft kämpft, ist dieses Wochenende eine Bewährungsprobe unter hohem Druck.
Der Dominoeffekt dieser Beförderung erreicht auch den Sitz bei den Racing Bulls, wo Yuki Tsunoda vor einer überraschenden Rückkehr in die Startaufstellung steht. Der Japaner, der nach einer turbulenten Saison den Rest des Jahres 2025 als Teamkollege von Verstappen bestritt, war in diesem Jahr als Ersatzfahrer im Einsatz. An der Seite von Arvid Lindblad muss Tsunoda nach Monaten an der Seitenlinie den Sprung zurück in das Renngeschehen meistern; für ihn bietet sich jedoch eine unverhoffte Chance, sich für ein Comeback 2027 zu empfehlen.
Der Zeitpunkt dieser Verletzung ist für Red Bull denkbar ungünstig, da das Team bereits eine schwierige Saison 2026 durchlebt. Da der Wagen die Konstanz der Konkurrenz vermissen lässt, war das Team auf die stabilen Punkteresultate beider Fahrer angewiesen, um den Tabellenstand zu wahren. Hadjar, der den achten Platz in der Fahrerwertung belegt, hatte für sein Debütjahr im Hauptteam Lob erhalten und trotz technischer Hürden einen Rückstand von 41 Punkten auf Verstappen gehalten.
Interne Stabilität ist in diesem Jahr ein wiederkehrendes Thema, besonders bei der Zukunftsplanung. Mit der Entscheidung für Lawson vermeidet Red Bull die Unwägbarkeiten eines externen Ersatzfahrers oder eines unerprobten Rookies während des Sprintwochenendes in Zandvoort. Es bleibt jedoch eine rein temporäre Maßnahme, bis medizinische Untersuchungen klären, ob Hadjar beim Großen Preis von Italien Anfang September zurückkehren kann.
Für neutrale Beobachter lädt Lawsons Rückkehr zum Vergleich mit seinem vorherigen Engagement ein. Seine Versetzung im letzten Jahr markierte einen harten Abschluss einer Ära, die viele als vertane Chance sahen, doch die Teamstruktur hat sich seitdem gewandelt. Ob er dem Druck beim Heimrennen seines Teamkollegen standhalten kann, bleibt die zentrale Frage des Wochenendes.
Das Event in Zandvoort ist ohnehin von besonderer Spannung geprägt, da es nach diesem Jahr aus dem Kalender gestrichen wird. Während die Organisatoren um die finanzielle Rentabilität der Küstenstrecke kämpften, sorgt die kurzfristige Umbesetzung bei Red Bull für zusätzliche Volatilität an einem Wochenende, das ohnehin genau beobachtet wird.
Red Bull wird in den kommenden Stunden ein offizielles Update zur Meldeliste erwarten lassen, was die Spekulationen um die Fahreränderungen beenden dürfte. Bis zu dieser Mitteilung befindet sich das Team in einer Phase des Umbruchs und muss die Strategie kurzfristig anpassen, um für das erste Training am Freitag gerüstet zu sein.