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Mercedes erläutert rationale Teamorder beim Großen Preis der Niederlande

Mercedes hat klargestellt, dass die späte Teamorder in Zandvoort dem Schutz von George Russells Rennzeit gegen angreifende Ferraris dienen sollte.

Von Michael de Vries - 2026-08-25T16:30:02.000Z - 2 Min. Lesezeit

Mercedes hat Einblick in die strategischen Entscheidungen gegeben, die die Schlussphase des Großen Preises der Niederlande prägten, und bestätigt, dass Teamorder eingesetzt wurde, um George Russells Weg aufs Podest abzusichern. Der Eingriff erfolgte im Anschluss an eine Virtual-Safety-Car-Phase in Runde 55 des 72 Runden langen Rennens, die im gesamten Feld eine Welle taktischer Manöver auslöste.

Der leitende Streckeningenieur Andrew Shovlin erklärte, der entscheidende Moment sei gekommen, als eine späte Gelbphase die Ferrari-Boxenmauer zum Handeln veranlasste. Beide roten Autos ließen kurz vor dem Restart frische Reifen aufziehen, wodurch Mercedes nur ein schmales Zeitfenster blieb, um zu reagieren und die Positionen ihrer Fahrer in Zandvoort zu verteidigen.

Während der spätere Rennsieger Lando Norris und Russell während der Unterbrechung auf der Strecke blieben, wurde Kimi Antonelli für einen neuen Satz Reifen hineingeholt. Dieser Stopp warf den Italiener auf der Strecke hinter seinen Teamkollegen zurück, versorgte ihn jedoch für den finalen Sprint bis zur Ziellinie mit der überlegenen Mischung.

Anstatt ein teaminternes Duell zuzulassen, das beide Autos hätte gefährden können, wies die Boxenmauer an, die Positionen zu tauschen. Shovlin merkte an, dass direkte Zweikämpfe zwischen den Teamkollegen wertvolle Rennzeit gekostet und die heranbrausenden Ferraris sofort in den Kampf um das Podium involviert hätten.

Durch den sauberen Tausch der Autos konnte Antonelli sein Tempo frei einteilen, während Russell vor dem Zeitverlust eines langwierigen teaminternen Duells bewahrt blieb. Dieser taktische Schachzug gab dem jüngeren Fahrer die Freiheit davonzuziehen, während sich Russell auf eine harte Defensivschlacht gegen Lewis Hamilton und Charles Leclerc einstellte.

Diese Abwehraufgabe forderte Russell bis an die Grenzen, da die Ferrari-Piloten in den Breizzonen nach einer Lücke suchten. Seine Anstrengungen wurden durch eine nachfolgende Virtual-Safety-Car-Phase unterstützt, die den unerbittlichen Druck kurzzeitig stoppte und ihm half, seine Reifen bis zur Zielflagge zu schonen.

Shovlin lobte die defensive Meisterleistung, die den dritten Platz sicherte, und betonte keineswegs sei garantiert gewesen, die anstürmenden roten Autos in Schach zu halten. Der Teamchef verwies zudem auf ein insgesamt starkes Wochenende für Russell, das eine Sprint-Pole, einen Sprint-Sieg sowie eine konstante Leistung vom ersten freien Training an umfasste.

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