APEX RACEWIRE Redaktion

Nikola Tsolov absolviert ersten Formel-1-Test mit Racing Bulls in Imola

Formel-2-Tabellenführer Nikola Tsolov hat in Imola seine Formel-1-Premiere im Racing Bulls Boliden absolviert.

Von Michael de Vries - 2026-08-27T19:00:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Nikola Tsolov hat seine ersten Runden in einem Formel-1-Boliden absolviert und am Mittwoch bei einer Testsession mit älteren Autos (Testing of Previous Cars) in Imola für Racing Bulls getestet. Der Führende der Formel-2-Meisterschaft wird seit längerer Zeit mit einem möglichen Aufstieg in das Team aus Faenza für die Saison 2027 in Verbindung gebracht, musste im Gegensatz zu einigen seiner Konkurrenten aus dem Nachwuchsbereich jedoch bislang auf seinen ersten großen Test in einem Grand-Prix-Fahrzeug der aktuellen Generation warten.

Am Steuer des VCARB 02 des Teams spulte der junge Pilot während des arbeitsreichen Testtags am Mittwoch eine beträchtliche Distanz ab. Am Ende des Tages standen 690 Kilometer auf dem Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari zu Buche. Nach früheren Bestimmungen war eine Mindestdistanz von 300 Kilometern in älteren Grand-Prix-Autos vorgeschrieben, bevor ein Fahrer die Lizenz für ein freies Training erhalten konnte, doch diese spezifische Voraussetzung wurde mittlerweile gestrichen.

Um nach dem aktuellen Regelwerk eine Zertifizierung ausschließlich für freie Trainings zu erhalten, müssen Fahrer über 18 Jahre alt sein, eine A-Lizenz besitzen, den Theorietest des Automobil-Weltverbands bestehen und entweder sechs Formule-2-Rennen absolviert oder 25 Superlizenzpunkte gesammelt haben. Vorbehaltlich der formalen Genehmigung durch die FIA eröffnet der jüngste Meilenstein dem Nachwuchsfahrer die Möglichkeit, vor dem Saisonende an einer offiziellen Trainingseinheit für Red Bull oder Racing Bulls teilzunehmen.

Beide Rennställe müssen in dieser Saison noch ihre vorgeschriebenen Rookie-Pins erfüllen. Die Teams sind verpflichtet, im Laufe des Jahres in vier verschiedenen freien Trainings Fahrer einzusetzen, die weniger als zwei Grand-Prix-Starts vorweisen können. Racing Bulls muss noch einen Rookie-Einsatz absolvieren, während das A-Team von Red Bull noch drei solcher Teilnahmen nachholen muss.

Im Rückblick auf sein Debüt äußerte sich der Titelaspirant begeistert über die erste Erfahrung mit Formel-1-Leistung. Er erklärte, das Erlebnis sei kaum in Worte zu fassen, und dankte sowohl dem Team als auch dem Nachwuchsförderprogramm für die Unterstützung. Er fügte hinzu, dass der Meilenstein noch nicht ganz realisiert sei, er jedoch hoffe, in naher Zukunft weitere Kilometer sammeln zu können.

Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane lobte die Herangehensweise des Neulings an das anspruchsvolle Testprogramm. Er hob die rasche Anpassungsfähigkeit und die an den Tag gelegte Gelassenheit hervor. Permane betonte, dass der Test Teil des etablierten Nachwuchsprogramms des Rennstalls sei, das darauf abzielt, aufstrebende Talente mit dem nötigen Umfeld, Fahrpraxis und den passenden Werkzeugen für den Sprung in die Königsklasse auszustatten.

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