APEX RACEWIRE Redaktion
Verstappen bindt sich an Red Bull: Fahrermarkt sortiert sich
Max Verstappens langfristiger Verbleib bei Red Bull bis 2030 schränkt die Optionen für die Startaufstellung ein; bei Aston Martin, Alpine und Haas bleiben Fragen offen.
Von Michael de Vries - 2026-08-21T17:56:00.000Z - 3 Min. Lesezeit
Max Verstappen hat seine Formel-1-Zukunft abgesichert und sich bis zum Ende der Saison 2030 an Red Bull gebunden, womit jegliche Spekulationen über einen sensationellen Abgang vom Tisch sind. Dieser langfristige Vertrag stabilisiert die Spitze des Feldes und schließt nennenswerte Umbesetzungen bei den vier Top-Teams für das kommende Jahr praktisch aus. Dennoch gibt es abseits der Ruhe an der Spitze im restlichen Fahrerlager einige offene Fragen.
Red Bull steht nun vor einem komplizierteren Rätsel hinsichtlich der übrigen drei Cockpits innerhalb der umfassenderen Struktur. Isack Hadjar ist weiterhin auf Kurs für seinen bisherigen Weg, auch wenn sich diese Aussicht theoretisch durch die Folgen seiner Verletzung und die Einsätze von Ersatzmann Liam Lawson verschieben könnte. Weiter unten in der Rangordnung bei den Racing Bulls steht die Besetzung unter erhöhtem Druck. Tabellenführer Nikola Tsolov nähert sich einem Aufstieg aus der Formel 2, was zu einem Stau mit Arvid Lindblad führt, dessen Debütsaison stark verlaufen ist, sowie mit Lawson, der weiterhin solide Leistungen zeigt.
Fernando Alonso hat seine unmittelbare Karriereentscheidung indessen aufgeschoben. Nachdem er zuvor angedeutet hatte, den August nutzen zu wollen, um inmitten einer schwierigen Saison für Aston Martin über seine Fortsetzung im Rennsport zu entscheiden, räumte Alonso ein, dass er bezüglich seines Ehrgeizes mental noch Dinge klären müsse. Er betonte, dass jede Vertragsverlängerung von Gesprächen mit Teameigentümer Lawrence Stroll und Teamchef Adrian Newey abhänge, die er während der Sommerpause nicht gesehen habe.
Alonso deutete an, dass er gerne fahren würde, sollte das Team ihn brauchen, oder ebenso bereit sei, in einer anderen Funktion beizutragen, falls dies als wertvoller erachtet werde. Während diese Äußerungen auf eine gewisse Unentschlossenheit hindeuten, dürfte der entscheidende Faktor wohl in der Konkurrenzfähigkeit von Aston Martin für 2027 liegen. Da sich andere prominente Kandidaten wie Verstappen und Carlos Sainz bereits anderswo gebunden haben, herrscht keine unmittelbare Eile, und die generelle Tendenz spricht für eine weitere Verlängerung.
Bei Alpine hatte Berater Flavio Briatore zunächst erwogen, Mercedes abzuwarten, um zu sehen, ob sich eine Gelegenheit ergibt, George Russell oder Kimi Antonelli abzuwerben. Da diese theoretische Tür nun zu ist, steigen die Chancen von Franco Colapinto auf eine Vertragsverlängerung deutlich. Nach einem schwierigen Start im vergangenen Jahr hat sich der Argentinier stark verbessert, was ihm Lob von Briatore einbrachte, während gleichzeitig die Forderung besteht, diese Entwicklung fortzusetzen.
Esteban Ocon blickt einer ungewisseren Zukunft bezüglich seines Haas-Cockpits entgegen, das eine Option für 2026 beinhaltet. Haas verhält sich abwartend, während Alternativen für die Besetzung an der Seite von Ollie Bearman geprüft werden. Leonardo Fornaroli steht als Leihoption von McLaren bereit, während der von Ferrari unterstützte Titelanwärter Rafael Camara ebenfalls im Gespräch ist. Weitere Kandidaten auf dem Radar des Teams sind Ryo Hirakawa und Testfahrer Jack Doohan.