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Carlos Sainz kritisiert FIA scharf nach Leistungsdiskrepanz im Sprint-Qualifying

Carlos Sainz warft der FIA vor, die sportliche Fairness zu ignorieren, nachdem ein menschlicher Fehler in der Rennleitung den Formel-1-Piloten im Sprint-Qualifying ungleiche Leistung bescherte.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-10-09T14:54:04.000Z - 3 Min. Lesezeit

Carlos Sainz hat die FIA nach einem schwerwiegenden Versäumnis scharf kritisiert, das beim Sprint-Qualifying zum Großen Preis von Singapur zu Leistungsunterschieden zwischen den Formel-1-Piloten führte. Der Williams-Pilot beendete eine ohnehin durch einen separaten Timing-Fehler in SQ1 und SQ2 verkomplizierte Session als 22. und Langsamster. Ein Fehler der Rennleitung sorgte dafür, dass die Konkurrenz nach einer roten Flagge in einer entscheidenden Phase keinen Zugriff auf den Overtake-Modus hatte.

Die rote Flagge wurde ausgelöst, als Sergio Perez seinen Cadillac abstellte, woraufhin die Rennleitung das Geschehen sechs Minuten vor Ende von SQ1 unterbrach. Bei der Fortsetzung erwarteten Teams und Fahrer, dass für ihre letzten schnellen Runden die üblichen Qualifying-Parameter verfügbar wären. Der Overtake-Modus war jedoch während der Unterbrechung deaktiviert worden und wurde von den Offiziellen in der Rennleitung nicht automatisch reaktiviert.

Der Automobilweltverband räumte später ein, dass ein menschlicher Fehler dafür sorgte, dass die Funktion offline blieb. Als der Fehler bemerkt wurde, aktivierte die Rennleitung den Overtake-Modus für ein kurzes Zeitfenster von 27 Sekunden, bevor sie ihn wieder abschaltete. Dieser unzusammenhängende Ablauf führte dazu, dass Fahrer, die die Strecke zu bestimmten Zeitpunkten passierten, von zusätzlicher Höchstgeschwindigkeit und einem halben Megajoule an zusätzlicher Energie profitierten, während andere an anderen Stellen des Kurses leer ausgingen.

Die Fahrer äußerten über den Boxenfunk während ihrer schnellen Runden deutliche Verwirrung. Mercedes-Pilot George Russell wurde von seiner Boxenmauer informiert, dass ein Einstellungsproblem der FIA für die Anomalie verantwortlich sei. Andere Piloten bemerkten bei ihren ersten Versuchen einen klaren Abfall der Motorleistung auf den Geraden, bevor sich das Leistungsniveau im weiteren Verlauf verschob.

Sainz äußerte nach dem Ende der Session großen Frust und verwies auf Bremsprobleme im 1. Freien Training sowie anschließende Blockierer als erschwerende Faktoren. Der Spanier konzentrierte seine Hauptkritik jedoch auf die Fairness des Wettbewerbs selbst. Er behauptete, dass die Hälfte des Feldes ihre Runden mit einer Motorleistung absolviert habe, die aufgrund des Fehlers des Verbands etwa eine halbe Sekunde schneller war als beim Rest.

Der Williams-Pilot argumentierte, dass die Situation mangelnden Respekt vor sportlicher Fairness zeige. Er verwies auf einen früheren Softwarefehler, der in Malaysia die Startaufstellung beeinflusste, und stellte die Frage, warum der Sport mit solchen operativen Inkonsistenzen je nachdem, wer früh in einer Session betroffen ist, unterschiedlich umgeht. Die FIA räumte ein, dass der Fehler die Auto-Leistung je nach Streckenposition und Timing beeinflusste, auch wenn Daten nahelegen, dass er die K.o.-Entscheidungen in SQ1 nicht direkt veränderte.

Der Verband hat sich noch nicht offiziell zu dem separaten Timing-Fehler geäußert, der vor dem Start von SQ2 für eine kurze Verzögerung sorgte, während die Offiziellen die Klassifizierung bestätigten. Während sich das Fahrerlager auf den Rest des Wochenendes in Singapur vorbereitet, hat der Vorfall die Prüfung der Abläufe in der Rennleitung bei hochintensiven Sessions neu entfacht.

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