APEX RACEWIRE Redaktion
Yuki Tsunoda verhandelt über IndyCar-Wechsel 2027 zu Meyer Shank Racing
Der Formel-1-Stammpilot verhandelt über einen Einstieg in das Honda-betriebene IndyCar-Programm von Meyer Shank Racing für die Saison 2027.
Von Michael de Vries - 2026-08-18T07:24:21.000Z - 2 Min. Lesezeit
Yuki Tsunoda prüft aktiv einen entscheidenden Karriereschritt über den Atlantik: Derzeit laufen Gespräche über einen Wechsel in die IndyCar Series für die Meisterschaft 2027. Der Formel-1-Stammpilot gilt als Top-Kandidat für ein Cockpit bei Meyer Shank Racing. Dies signalisiert, dass der japanische Fahrer nach mehreren Jahren in der Grand-Prix-Startaufstellung eine Zukunft im nordamerikanischen Formelsport ernsthaft in Betracht zieht.
Die Verhandlungen konzentrieren sich speziell auf das Fahrzeug mit der Startnummer 66 von Meyer Shank Racing. Das Sichern dieses Cockpits würde Tsunoda eine etablierte Plattform in der US-Rennserie bieten und einen klaren Wendepunkt in seiner Rennsportlaufbahn markieren. Statt ausschließlich an die europäisch geprägte Formel-Leiter gebunden zu bleiben, bietet eine Vollzeit-Saison in der IndyCar Series eine hochkarätige Alternative in einer extrem umkämpften Meisterschaft.
Die Vakanz im Cockpit der Startnummer 66 ergibt sich direkt aus internen Umstrukturierungen innerhalb des in Ohio ansässigen Rennstalls. Derzeit steuert Marcus Armstrong diesen Boliden, das Team plant jedoch, den Neuseeländer in das Schwesterauto mit der Startnummer 60 zu versetzen. Diese geplante Rochade ebnet Meyer Shank Racing den Weg, für die Saison 2027 einen neuen Fahrer für das Fahrzeug mit der Nummer 66 zu verpflichten.
Die Verbindung zwischen Tsunoda und Meyer Shank Racing wird durch die bestehende Motorenpartnerschaft des Teams mit Honda untermauert. Tsunoda pflegt seit seinem Aufstieg und während seiner gesamten Formel-1-Zeit enge Beziehungen zum japanischen Automobilkonzern. Der Wechsel zu einem führenden, von Honda unterstützten IndyCar-Team ist daher eine logische Fortführung dieser Herstellerbindung. Diese etablierte Synergie könnte den betrieblichen Übergang zwischen den beiden grundlegend unterschiedlichen Rennwelten erleichtern.
Der Zeitplan für 2027 verschafft sowohl dem Team als auch dem Piloten ausreichend Spielraum, um logistische und kommerzielle Rahmenbedingungen zu klären. Durch die frühzeitigen Verhandlungen kann Meyer Shank Racing sein künftiges Mehrwagen-Programm zeitig aufstellen, während Tsunoda den nötigen Fokus behält, um seine aktuellen Formel-1-Aufgaben zu erfüllen, bevor ein transatlantischer Umzug ansteht.
Sollte der Vertrag zustande kommen, würde sich Tsunoda einer namhaften Gruppe zeitgenössischer Grand-Prix-Fahrer anschließen, die ihre professionelle Karriere im nordamerikanischen Formelsport neu ausgerichtet haben. Der Schritt in die IndyCar Series erfordert eine anspruchsvolle fahrtechnische und kulturelle Anpassung, da permanente Rundstrecken, enge Stadtkurse und Highspeed-Ovale gemeistert werden müssen.
Vorerst laufen die Gespräche weiter, während beide Seiten die Rahmenbedingungen einer möglichen Partnerschaft ausloten. Auch wenn noch kein finaler Vertrag unterzeichnet ist, unterstreicht Tsunodas Bestreben um das Meyer-Shank-Cockpit mit der Startnummer 66 den wachsenden Ehrgeiz, sich in der amerikanischen Rennszene zu beweisen, sobald sein aktuelles Formel-1-Kapitel beendet ist.