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Algarve Pro Racing holt nassen Silverstone-Sieg im dramatischen ELMS-Titelkampf

Starker Regen zur Rennmitte würfelte das Feld durcheinander, während Algarve Pro Racing beim viermündigen Hitzeflammen-Rennen in Silverstone seinen ersten Sieg seit drei Jahren feierte.

Von Michael de Vries - 2026-09-14T12:09:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Motorsport race track Circuit Zandvoort Formula one Grandprix (47856557161)
Photo: dronepicr / Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Algarve Pro Racing beendete eine dreijährige Durststrecke in der European Le Mans Series mit einem Triumph bei den chaotischen, vom Regen beeinflussten Goodyear 4 Hours of Silverstone. Die ehemaligen Champions avancierten zum vierten verschiedenen Gesamtsieger der Saison 2026 und manövrierten sich durch tückische nasse Bedingungen, die exakt zur Rennmitte über den Kurs in Northamptonshire hereinbrachen.

Der plötzliche Wolkenbruch warf bestehende Strategien komplett über den Haufen und zwang jede Boxenmauer zu sofortigen taktischen Neuausrichtungen. Die Piloten mussten mit rasant schwindender Sicht und stehendem Wasser auf der Strecke kämpfen, was eine unvorhersagbare und spannende Schlussphase einläutete, in der das Ankommen genauso wichtig war wie pure Rundenzeit.

Matthias Kaiser, Jake Hughes und Ben Barnicoat steuerten ihren Boliden auf die oberste Stufe des Gesamtpodiums und wehrten in einer hektischen Schlussphase hartnäckige Angriffe ab. Ihr Triumph verleiht ihrer Meisterschaftskampagne vor dem großen Finale frischen Schwung.

Weiter hinten nutzte TDS Racing die Poleposition für den Sieg in der LMP2 Pro/Am-Klasse. Scott Huffaker brachte die Startnummer 14 als Gesamtzweiter ins Ziel und krönte damit eine starke Aufholjagd nach einem vorherigen Schreckmoment, als Teamkollege Sami Meguetounif mit einem technischen Defekt am Streckenrand stehengeblieben war.

Pole-Mann Steven Thomas gesellte sich nach einer kontrollierten Fahrt, die das Auto bei schwierigen Verhältnissen aus dem Schlamassel hielt, zu den Klassensieger auf das Podium. Die LMP2 Pro/Am-Kategorie untermauert ihre enorme Volatilität und stellt im fünften Saisonrennen bereits den fünften unterschiedlichen Sieger.

In der LMP3-Wertung feierten die amtierenden Michelin Le Mans Cup-Champions R-ace GP ihren ersten ELMS-Sieg. Fabien Michal, Pierre-Alexandre Provost und Hugo Schwarze zeigten eine saubere Leistung und überquerten die Linie vor dem führenden CLX Motorsport Ligier mit der Nummer 17, wodurch der Rückstand in der Tabelle auf nur noch neun Punkte bei einem ausstehenden Rennen schrumpft.

Die LMGT3-Klasse lieferte historische Meilensteine: Abdulla Ali Al-Khelaifi holte als erster Fahrer aus Qatar einen ELMS-Sieg und bescherte Mercedes-AMG zugleich den ersten Klassenerfolg in der Meisterschaft. Ralf Aron übergab das Steuer an Julian Hanses, der das Team Qatar by Iron Lynx-Fahrzeug mit der Nummer 62 ins Ziel pilotierte.

Hanses hielt einen heranbrausenden Charlie Eastwood in der TF Sport Corvette mit der Nummer 33 mit weniger als drei Sekunden Vorsprung in Schach und sicherte sich den Sieg. Dieser knappe Vorsprung katapultiert Team Qatar by Iron Lynx mit einem hauchdünnen Vorsprung von drei Punkten an die Tabellenspitze vor TF Sport.

Da alle vier Meistertitel mathematisch noch offen sind, verlagert sich die Spannung nun ganz auf das Saisonfinale. Die European Le Mans Series 2026 endet am Samstag, den 10. Oktober, mit den 4 Hours of Portimão in Portugal, wo jede Klassentrophäe noch zu vergeben ist.

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