APEX RACEWIRE Redaktion
Argentiniens Präsident Javier Milei eröffnet FIA American Congress
Der argentinische Präsident Javier Milei hält die Eröffnungsrede beim FIA American Congress in Buenos Aires, wo Delegierte über regionale Motorsport- und Mobilitätsfragen beraten.
Von Sanne Vermeer - 2026-08-25T13:09:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

Die Fédération Internationale de l'Automobile reist für ihren kommenden American Congress nach Buenos Aires, wo regionale Mobilitäts- und Motorsportprioritäten im Mittelpunkt stehen. Die dreitägige Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Automóvil Club Argentino findet vom 31. August bis zum 2. September statt und bringt Delegierte von 32 Mitgliedsclubs aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik zusammen.
Javier Milei, der Präsident Argentiniens, wird den Kongress offiziell eröffnen. Seine Eröffnungsrede soll den Ton angeben für Diskussionen über den Aufbau einer sichereren und nachhaltigeren Straßenmobilität sowie Strategien zur Verbesserung der Motorsportzugänglichkeit auf der gesamten westlichen Hemisphäre. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem dankte dem argentinischen Staatschef für seine Teilnahme am Gipfel und hob hervor, dass die tief verwurzelte Rennsportleidenschaft des Landes eine ideale Kulisse für diese Gespräche bilde.
Die Agenda umfasst kollaborative Workshops, Wissensaustausch-Sitzungen und Updates zu regionalen Initiativen. Zu den Höhepunkten der Woche zählt die Bekanntgabe der Regionalmeister der FIA Innovation Challenge 2026 für die Regionen III und IV. Darüber hinaus wird mit der Verleihung des José Abed Award ein Sportclub geehrt, der sich erfolgreich für regionale Stärkung, Wissensförderung sowie die Integration von Sport und Mobilität eingesetzt hat.
Lokale Gastgeber und regionale Führungspersönlichkeiten unterstrichen die anhaltende Dynamik auf dem Kontinent. Frank Fotia, Präsident von FIA Region III, und Ricardo Morales Rubio, Präsident von Region IV, betonten übereinstimmend, dass die Treffen einen entscheidenden Rahmen für die Mitgliedsclubs bieten, um ihre Fachkompetenz zu bündeln, gemeinsame Herausforderungen von Verkehrsteilnehmern anzugehen und die Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Verbandsnetzwerks zu stärken.
César C. Carman, Präsident des Automóvil Club Argentino, betonte das Privileg, Delegierte in einem Land mit einer derart reichhaltigen Autokultur begrüßen zu dürfen. Argentiniens Motorsport-Erbe erstreckt sich über Generationen, hervorgehoben durch legendäre Persönlichkeiten wie den fünfmaligen Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio, neben dem aktuellen Grand-Prix-Piloten Franco Colapinto sowie traditionsreichen nationalen Wettbewerben wie Turismo Carretera.
Über das sportliche Spektakel hinaus stellt das Land einen bedeutenden Mobilitätsmarkt in Lateinamerika dar. Die Verwaltung eines ausgedehnten Straßennetzes für über 15 Millionen Fahrzeuge erfordert von der heimischen Branche eine aktive Navigation durch den Übergang zur Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen, parallel zu traditionellen Industrieinteressen.
Die übergeordnete Führung des Dachverbands stützt sich maßgeblich auf sein Netzwerk aus 246 Mitgliedsorganisationen auf fünf Kontinenten. Durch die Arbeit auf den beiden Säulen der Mobilitätsclubs – die sich für Verkehrssicherheit und Verbraucherinteressen einsetzen – und der Nationalen Sportbehörden, die über die Wettbewerbsvorschriften wachen, prägt der Verband weiterhin die Zukunft des globalen Verkehrs und der Regelkonformität im Rennsport.