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Honda dementiert 50-PS-Gerücht: Zandvoort-Update zielt auf Defizit beim Verbrenner

Honda hat unbestätigte Paddock-Berichte über 50 Zusatz-PS für Aston Martin zurückgewiesen und peilt in Zandvoort mit dem ersten großen Motor-Update 2026 realistische Fortschritte im Mittelfeld an.

Von Michael de Vries - 2026-08-11T16:00:00.000Z - 3 Min. Lesezeit

Photo: John Chapman ( Pyrope ) / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Honda bereitet für den Dutch Grand Prix in Zandvoort sein erstes großes Power-Unit-Update der Saison 2026 vor, doch der japanische Hersteller hat unbestätigte Paddock-Spekulationen über einen massiven Leistungssprung von 50 PS für Aston Martin entschieden zurückgewiesen. Während spekulative Berichte einen dramatischen Fortschritt für den AMR26 nahegelegt hatten, betonen Honda-Verantwortliche, dass solche Zahlen unbestätigt und übertrieben sind, während sich das Team auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet.

Statt plötzliche Leistungsdurchbrüche zu versprechen, lieferte Honda-Trackside-Manager und Chefingenieur Shintaro Orihara eine realistische Einschätzung des aktuellen Standes. Orihara räumte ein, dass Hondas Verbrennungsmotor weiterhin die primäre Schwachstelle gegenüber rivalisierenden Herstellern bleibt. Er erklärte, dass der Rückstand bei der Topspeed auf den Geraden groß genug sei, als dass sekundäre Optimierungen wie Anpassungen beim Energiemanagement kaum praktischen Nutzen böten, solange die fundamentale Motorleistung nicht behoben sei.

Die für Zandvoort vorgesehene Spec-2-Verbrennungseinheit zielt strikt darauf ab, dieses Hardware-Defizit zu verringern. Während optimistische Paddock-Schätzungen potenzielle Zugewinne von bis zu 30 PS ins Spiel gebracht hatten, definiert Honda seine Ziele über die Parität mit dem Mittelfeld statt über einen unmittelbaren Kampf an der Spitze. Orihara betonte, das Ziel sei es, die Power Unit zurück ins konkurrenzfähige Feld zu bringen, wo inkrementelle Zugewinne von zehn bis zwanzig Millisekunden wieder Einfluss auf die Position auf der Strecke nehmen können.

Das Motor-Update folgt auf Chassis-Verbesserungen, die Aston Martin beim Hungarian Grand Prix eingeführt hatte, und markiert das erste große Upgrade-Paket, das mit dem technischen Geschäftsführer Adrian Newey in Verbindung gebracht wird. Datenanalysen aus Budapest zeigten, dass der Rückstand von Aston Martin bei der Rennpace auf dem Hungaroring auf etwas mehr als zwei Sekunden pro Runde schrumpfte – eine deutliche Reduzierung gegenüber den Fünf-Sekunden-Lücken auf Highspeed-Kursen wie Silverstone und Spa, wenngleich der Kurs in Ungarn naturgemäß weniger von reiner Motorleistung abhängt.

Die Integration des überarbeiteten Verbrennungsmotors bringt neue technische Hürden bei der Fahrbarkeit mit sich. Orihara merkte an, dass veränderte Verbrennungseigenschaften in der aktualisierten Spezifikation das Motorverhalten in Kurvenphasen unvermeidlich verändern werden. In Kombination mit höherer Kurvengeschwindigkeit infolge von Aston Martins aerodynamischen Fortschritten muss Honda sein Driveability-Mapping neu kalibrieren, um es an die modifizierte Chassis-Plattform anzupassen.

Trotz des Umfangs der Modifikationen betont Honda, dass man bei den Kalibrierungsarbeiten nicht bei null anfängt. Orihara hob hervor, dass Telemetrie und betriebliche Methoden aus der ersten Saisonhälfte eine Basis für die Abstimmung des B-Spec-Motors bieten. Der Hersteller erwartet zusätzliche Abstimmungsarbeit zur Verfeinerung der Gasannahme, geht aber davon aus, dass etablierte Abläufe die Anpassungsphase verkürzen werden.

Um potenzielle Komplikationen im Vorfeld des Zandvoort-Wochenendes zu minimieren, absolvierte Aston Martin kürzlich einen Filmtag auf dem Hungaroring mit der neuen Power-Unit-Spezifikation. Der Test auf der Strecke erlaubte es Ingenieuren beider Parteien, vorläufige Daten zu sammeln und die Systemintegration zu bewerten. Da sich der Fokus im Paddock im Vorfeld des Dutch Grand Prix rund um die Zukunftsoptionen von Fernando Alonso intensiviert, steht Honda unter klarem Druck, seine Prüfstandstests in verifizierte Streckenleistung umzusetzen.

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