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Red Bull passt Line-up an: Hadjar verpasst Dutch Grand Prix
Liam Lawson übernimmt dieses Wochenende den Red-Bull-Sitz, während Yuki Tsunoda nach Hadjars Handgelenksverletzung für Racing Bulls in die Startaufstellung zurückkehrt.
Von Michael de Vries - 2026-08-19T11:20:11.000Z - 2 Min. Lesezeit
Der Fahrerkader von Red Bull steht in Zandvoort vor einer brisanten Umbesetzung, nachdem das Team das Fehlen von Isack Hadjar beim Dutch Grand Prix bestätigt hat. Die offizielle Mitteilung führt die Absage auf eine Handgelenksverletzung zurück, die sich der Fahrer während der Sommerpause zugezogen hat. Angaben zur Schwere der Verletzung oder zum Heilungsverlauf wurden nicht gemacht.
Für die Vakanz rückt Liam Lawson nach, was den Fahrer sofort unter Druck setzt. Lawson bestritt zu Beginn der Saison 2026 zwei Grands Prix für Red Bull, bevor er ersetzt wurde – ein Einstand, den einige Beobachter als schwierig einstuften. Im Paddock gilt dieser Einsatz als entscheidende Chance für Lawson, seinen Ruf neben Max Verstappen zu rehabilitieren, nachdem seine erste Zeit im Hauptwagen hinter den Erwartungen zurückblieb.
Den durch Lawsons Beförderung freien Platz bei Racing Bulls übernimmt Yuki Tsunoda. Seit er Ende 2025 aus dem Stammkader ausschied, agierte Tsunoda als offizieller Ersatzfahrer für Red Bull. Seine Rückkehr in das Cockpit ist ein bedeutender Wendepunkt für seine Karriere. Unbestätigten Berichten zufolge steht der Japaner für die kommende Saison mit einem IndyCar-Sitz bei Meyer Shank Racing in Verbindung, was die Frage aufwirft, ob eine starke Leistung an diesem Wochenende seine Formel-1-Ambitionen retten kann oder der Wechsel in die USA unausweichlich wird.
Während die Beförderung von Lawson aufgrund seiner Vertrautheit mit den 2026er-Antriebseinheiten und aktuellen Protokollen als pragmatisch gilt, ist die interne Logik des Red-Bull-Juniorenprogramms umstritten. Kritiker hinterfragen, warum das Team auf Erfahrung setzt und nicht auf Arvid Lindblad, dessen Leistungen als Rookie Aufmerksamkeit erregt haben. Es wird argumentiert, dass Red Bull in der entscheidenden Phase der Meisterschaft von der historischen Risikobereitschaft bei Talenten abweicht und stattdessen auf bekannte interne Kräfte setzt.
Die Ironie der Situation ist offensichtlich: Vor drei Jahren gab Lawson auf dem Circuit Zandvoort unter nahezu identischen Umständen sein Formel-1-Debüt. Damals ersetzte er Daniel Ricciardo, der sich ebenfalls im Training das Handgelenk gebrochen hatte. Ob Lawson diesen Heimvorteil nutzen kann, um seine Karriere neu zu lenken, bleibt offen. Sein Auftritt steht unter dem Vorzeichen eines intensiven Kampfes um die freien Cockpits innerhalb der Red-Bull-Organisation.
Zwei Wochen vor dem Grand Prix von Italien in Monza ist der Druck auf Lawson und Tsunoda greifbar. Lawson muss beweisen, dass er ins Top-Team gehört, während Tsunoda daran gelegen ist, im Mittelfeld seine Pace zu demonstrieren. Das Team konzentriert sich derzeit voll auf den Einsatz in den Niederlanden und hofft auf Hadjars Genesung.