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Vasseur verteidigt Ferrari-Strategie nach Reibereien in Zandvoort

Fred Vasseur hat die Strategieentscheidungen von Ferrari in Zandvoort verteidigt, nachdem Lewis Hamilton und Charles Leclerc ihren Frust über Teamorder und Reifenunentschlossenheit Luft gemacht hatten.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-08-24T08:20:00.000Z - 2 Min. Lesezeit

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Photo: Xavigivax / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hat die Entscheidungen seiner Kommandostand-Crew beim Großen Preis der Niederlande in Schutz genommen, trotz des öffentlichen Frusts von Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Die Scuderia erlebte einen verfahrenen Nachmittag in Zandvoort, an dem eine Abfolge verzögerter Anweisungen und ambivalenter Funksprüche ihre Fahrer wertvolle Zeit und Streckenposition kostete.

Die Spannung an der Boxenmauer spitzte sich mitten im Rennen zu, als ein entfesselter Hamilton nach einem verlängerten ersten Stint mit rund einer Sekunde pro Runde auf seinen Teamkollegen aufschloss. Ausgestattet mit einem deutlichen Reifenvorteil erwartete der siebenmalige Weltmeister ein freies Überholen von Leclerc. Stattdessen plante der Kommandostand zunächst, Leclerc reinzuholen, revidierte diese Entscheidung dann aber und ließ den Monegassen eine weitere Runde draußen.

Dieses Zögern bremste Hamiltons Vormarsch hinter seinem Teamkollegen ein und zehrte an dem Rückstand, den er für einen Podestplatz brauchte. Hamilton überquerte die Ziellinie schließlich als Vierter und verpasste die Top Drei mit einem Abstand, der geringer war als die Zeit, die er während der vermasselten Boxenstopp-Sequenz hinter Leclerc verloren hatte.

Die Kommunikation geriet weiter unter Druck, als die Boxenmauer den Wechsel auf Medium-Reifen vorschlug, woraufhin ein genervter Hamilton verlangte, das Team solle ihm harte Daten statt vager Vermutungen liefern. Vasseur erklärte, das Schweigen bezüglich der Strategie sei absichtlich gewesen, um Rivalen nicht in die Karten zu spielen und ihren Plan zu verbergen, Hamilton bis ins Ziel durchfahren zu lassen; zudem habe die Priorität darin bestanden, Antonelli hinter sich zu halten.

Leclerc erging es bei einer komplizierten Stint-Abfolge kaum besser, die ihn so lange angreifbar machte, bis ein spätes Virtual-Safety-Car-Intermezzo einen noch tieferen Absturz verhinderte. Beide Piloten äußerten sich unzufrieden über den Rennverlauf, wobei Hamilton im Anschluss interne Gespräche suchte, um das taktische Zögern anzusprechen.

Vasseur räumte ein, dass die engen Abstände zwischen allen drei Reifenmischungen das Lesen des Rennens extrem schwierig machten, und bemerkte, dass das gesamte Feld Mühe hatte, ein klares strategisches Bild zu gewinnen. Er wischte zwar jegliche Langzeitsorgen beiseite und betonte, dass beim kommenden Debriefing alle Daten geprüft würden, gestand aber mit dem Wissen von heute ein, dass bestimmte Entscheidungen bei einer Wiederholung anders getroffen worden wären.

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