APEX RACEWIRE Redaktion
Drag-Racing-EM in Hockenheim endet ohne Sieger nach Zeitlimit
Der dritte Lauf zur FIA European Drag Racing Championship in Hockenheim endete ohne Sieger, nachdem Ölspur und strikte Ausgangssperre die Finals verhinderten.
Von Michael de Vries - 2026-08-26T12:19:00.000Z - 2 Min. Lesezeit
Der dritte Lauf zur FIA European Drag Racing Championship ging auf dem Hockenheimring ohne offizielle Sieger zu Ende, da eine längere Verzögerung verhinderte, dass die Finalläufe in allen vier offiziellen Klassen ausgetragen werden konnten.
Strenge lokale Vorschriften verschärften die Zeitplanprobleme am Sonntagnachmittag. Die strikte Sperrstunde der Anlage um 18:00 Uhr untersagte jeglichen weiteren Rennbeginn, weshalb die Offiziellen gezwungen waren, die entscheidenden Duelle in Top Fuel, Top Methanol, Pro Modified und Pro Stock vor deren Start abzusagen.
Vor der Unterbrechung brachte das Rennprogramm in den vorherigen Ausscheidungsrunden mehrere nennenswerte Ergebnisse hervor. In Top Fuel bezwang die amtierende Europameisterin Susanne Callin ihren Teamkollegen Colin Millar, der den vorherigen Lauf in der Tierp Arena gewonnen hatte, und überwand Traktionsprobleme mit einem 4,23-Sekunden-Pass.
Im anderen Top Fuel-Halbfinale zog die Top-Qualifikantin Jndia Erbacher neben Callin in das abgesagte Finale ein. Erbacher kam trotz Problemen, die sie an der Zielankunft hinderten, weiter und profitierte dabei von einem Frühstart ihrer Gegnerin Øyvor Jacobsen.
In der Klasse Top Methanol sollte das Finale ein rein schwedisches Duell zwischen dem Top-Qualifikanten Tony Bryntesson und Jonny Lagg werden. Bryntesson erreichte diese Stufe über Sololäufe, während Lagg sich seinen Platz durch einen Sieg gegen den Deutschen Timo Habermann mit einer 5,31-Sekunden-Fahrt in einem engen Halbfinalduell sicherte.
Tabellenführer Andres Arnover sicherte sich seinen Platz im Pro-Modified-Finale nach einem Sieg über Michel Tooren, der unter Wheelspin und einem gerissenen Kompressorriemen litt. Arnover sollte auf den Norweger Stian Rusånes treffen, der durch das Eliminieren des amtierenden Europameisters Jere Rantaniemi weiterkam.
In der Pro-Stock-Division erreichten die beiden Erstplatzierten der Qualifikation erfolgreich ihr jeweiliges Meisterschaftsduell. Der 13-malige Europameister Jimmy Ålund verzeichnete im Halbfinale einen Sololauf von 6,59 Sekunden, während Robin Norén nach Siegen über Stefan Ernryd und Michael Malmgren weiterkam.
Da das Hockenheim-Wochenende ohne vergebene Finaltrophäen zu Ende ging, bereitet sich die Europameisterschaft nun auf ihr viertes und letztes Meeting vor. Das saisonabchließende FIA European Finals ist vom 10. bis 13. September auf dem Santa Pod Raceway in Großbritannien angesetzt.