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Marko nennt Horners Verstappen-Vertragsbehauptung eine absolute Lüge

Helmut Marko hat scharf auf den ehemaligen Red Bull-Teamchef Christian Horner reagiert und dessen Darstellung von Max Verstoppens frühem Vertrag als falsch zurückgewiesen.

Von Nadia van Leeuwen - 2026-10-08T06:50:13.000Z - 3 Min. Lesezeit

Max Verstappen Integralhelm 2024
Photo: Auge=mit / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Formel-1-Veteran Helmut Marko hat die Aussagen des ehemaligen Red Bull-Teamchefs Christian Horner über die Verpflichtung von Max Verstappen scharf zurückgewiesen. In seiner kommenden Autobiografie mit dem Titel Drive, die am 22. Oktober erscheinen soll, behauptet Horner, Marko sei anfangs gegen die Verpflichtung Verstoppens durch Red Bull gewesen und der Vater des Fahrers, Jos, habe eingreifen müssen, um die Vereinbarung perfekt zu machen.

Marko, der Ende der Saison 2025 als Berater von Red Bull ausgeschieden ist, äußerte sich über das österreichische Medium OE24 direkt zu den Vorwürfen. Der 83-jährige Österreicher zeigte sich frustriert über die in dem Buch dargestellte Darstellung und verwies dabei auf unterstützende Kommentare des ehemaligen Fahrers Ralf Schumacher, der Horners Version der Ereignisse in einer kürzlich veröffentlichten Podcast-Folge als völlig unwahr bezeichnet hatte.

Schumacher zufolge, der sich im Podcast Backstage Boxengasse äußerte, hatte Marko erstmals Kontakt zu Verstappen aufgenommen, als das junge Talent gerade einmal elf Jahre und sechs Monate alt war. Schumacher erklärte, Jos Verstappen habe den Schritt zu diesem Zeitpunkt zunächst für verfrüht gehalten, woraufhin Marko sich vorübergehend zurückzog, ehe sich ihre Wege in der Formel-3-Ära erneut kreuzten.

Marko erläuterte den zeitlichen Ablauf der Ereignisse und betonte, dass seine frühe Scouting-Arbeit im Kart-Sport letztlich den Weg für eine historische Partnerschaft geebnet habe. Die Beziehung zwischen dem österreichischen Berater und dem amtierenden Weltmeister entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Fahrer-Team-Kombinationen in der modernen Formel-1-Geschichte und brachte mehrere Weltmeistertitel hervor.

Marko wies Horners Behauptungen komplett zurück und hielt dem britischen Teamchef stattdessen interne Widerstände bei Verstoppens Beförderung im Jahr 2016 vor. Marko beharrt darauf, dass Horner nur vier Rennen nach Saisonbeginn ernsthafte Zweifel daran gehegt habe, Verstappen in das A-Team von Red Bull zu holen, und infrage gestellt habe, ob der junge Fahrer über genügend Erfahrung verfüge.

Trotz dieser angeblichen Bedenken von der Boxenmauer lieferte Verstappen eine außergewöhnliche Leistung ab und gewann auf Anhieb sein erstes Rennen für Red Bull beim Großen Preis von Spanien in Barcelona. Dieser Sieg machte ihn zum jüngsten Rennsieger in der Geschichte der Weltmeisterschaft und bestätigte sofort die von Marko eingefädelte risikoreiche Beförderung.

Der öffentliche Zusammenstoß der beiden ehemaligen Kollegen verdeutlicht die tieferen Risse innerhalb der Red Bull-Führung nach dem Ableben des Firmengründer Dietrich Mateschitz. Ein langwieriger interner Machtkampf führte schließlich dazu, dass Horner kurz nach dem Großen Preis von Großbritannien 2025 seine Position an der Spitze des Teams verlor und damit seine zwanzigjährige Amtszeit endete.

Mit dem näher rückenden Veröffentlichungstermin von Horners Buch bieten die widersprüchlichen Schilderungen eine deutliche Erinnerung an die volatile politische Landschaft hinter den Kulissen in Milton Keynes während ihrer meisterschaftsträchtigen Jahre. Marko bleibt bei seiner Version der Geschichte und überlässt es den konkurrierenden Memoiren, das letzte Wort darüber zu beanspruchen, wie die dominante Kraft der Formel 1 wirklich aufgebaut wurde.

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